Pirmasens Der Showdown am Bahnhof

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Nach elf von 20 Saisonspielen deutete alles darauf hin, dass der Kegelsportclub Pirmasens souverän Meister der DCU-Männer-Regionalliga Rheinhessen-Pfalz wird. Mit 22:0 Punkten führte der KSC vor dem SKC Monsheim II (16:6) und dem eigentlichen Titelfavoriten, der zu Rundenbeginn erheblich verstärkten SG Rapid/Grün-Weiß/Pirat Pirmasens (14:8). Die erste Niederlage, ein 5225:5343 gegen den TuS Gerolsheim II, schienen Nicolas Matheis und Kollegen noch locker wegzustecken, ließen sie doch ein 5453:5299 gegen Verfolger Monsheim und einen Sieg in Sembach folgen. Damit 26:2 Punkte, der erstmalige Aufstieg des Vorjahres-Vizemeisters in die 2. Bundesliga schien greifbar nah. Dann aber setzte es vier (!) Niederlagen in Folge. Daher liegen die beiden Pirmasenser Regionalligisten nun punktgleich (je 26:10) vor Monsheim (24:14). Zum vorletzten Saisonspiel treffen am Samstag um 13 Uhr auf den ESV-Bahnen am Bahnhof die SG Rapid und der KSC aufeinander – der große Showdown ... Einen Grund für bislang 6:10 Punkte in der Rückrunde nach 20:0 Punkten in der Vorrunde sieht Uwe Bernhardt, der sportliche Leiter des KSC, in den Verletzungen von Matthias Resch und Roland Ziliox. Resch befindet sich nun in der Reha, kann diese Saison nicht mehr spielen. Ziliox kegelte zuletzt gegen Komet Rodalben wieder, musste aber aufgrund seiner Rückenschmerzen ausgewechselt werden. „Die 14-tägige Pause hat die Mannschaft sehr gut genutzt, um die Motivation zu stärken. Sie hat trainiert und das Teambuilding bei einem Barbecue gestärkt“, berichtet Bernhardt und fügt optimistisch hinzu: „Trotz allem haben wir zwei Spieltage vor Ende der Saison immer noch die Möglichkeit, aus eigener Kraft Meister zu werden.“  Wenn der KSC morgen gewinnt, wäre er auch im Falle einer nicht zu erwartenden Niederlage im letzten Spiel auf den Heim-Bahnen in Thaleischweiler gegen den Tabellenelften BSG Bornheim Meister, da er ja den direkten Vergleich mit der SG Rapid gewonnen hätte. Siegt morgen die SG Rapid, wird der Meister frühestens am letzten Rundenspieltag (1./2. April) gekürt. Die Rapid müsste dann, um ihren Vorsprung zu verteidigen, die schwere Auswärtsaufgabe bei der SG KSG/SG Zweibrücken II lösen, da der KSC als Sieger gegen Bornheim zu erwarten ist. Sollte also der KSC dann wieder nach Punkten gleichziehen, gäbe es ein Entscheidungsspiel, da es in dieser Konstellation auch im direkten Vergleich unentschieden steht. „Nachdem wir unerwartet noch ein Endspiel geschenkt bekommen haben, ist meine Mannschaft hochmotiviert. Wir freuen uns auf dieses Finale“, sagt Rapid-Sportwart Jürgen Kubsda. Er sehe sein Team „aufgrund des Heimvorteils als leichten Favoriten“, doch er wisse um die eigenen Gesetze von Derbys. Er erwarte eine enge Partie und kaum überragende Ergebnisse, denn es gehe für beide Mannschaften um zu viel. Dass seine Mannschaft in der Hinrunde enttäuschende Ergebnisse erzielte, habe auch daran gelegen, dass die Ex-Erstligaspieler Pascal Jestädt und Andreas Jann sowie Frank Hiestand immer mal wieder ausfielen. Voraussichtlich gehen morgen Florian Semmler, Pascal Jestädt, Andreas Jann, Frank Hiestand, Eckhard Göller und Thomas Wetzel an die Kugeln. Als Ersatzspieler sind Wolfgang Metzger und Ralf Berger-Goldinger vorgesehen. Obwohl er sicherlich gerne die Meisterschaft schon in trockenen Tüchern gehabt hätte, stellt KSC-Sportchef Bernhardt vor dem großen Finale fest: „Solche Spiele wünscht man sich als Sportler.“

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