Fußball
Der Kälte-Kick des FK Pirmasens gegen Elversberg II
Es war bitterkalt auf der Husterhöhe. Minus zwei Grad zeigte das Thermometer am Donnerstagabend beim Vorbereitungsspiel des Fußball-Oberligisten FK Pirmasens gegen Saarlandliga-Tabellenführer SV Elversberg II. Die etwa 50 Zuschauer, die Ersatzspieler und Betreuer dick eingehüllt, manch einer mit einer warmen Wurst, die Spieler auf dem Kunstrasen-Nebenplatz nichtsdestotrotz in kurzen Hosen.
Unter den Zuschauern: FKP-Verteidiger Miguel Deho, der mal wieder pausieren muss. Er erlitt im Training beim Zweikampf mit dem Winter-Zugang aus Homburg für die Defensive, Grischa Walzer, eine tiefe Risswunde, die mit mehreren Stichen genäht werden musste. „Die beiden hätten sich da cleverer verhalten müssen“, merkt Chefcoach Daniel Paulus dazu an. Beim 1:0-Sieg gegen Elversberg II kam ein leicht Verletzter dazu: Silas Gutmann musste in der 55. Minute nach einem, so Paulus, „dreckigen Foul mit Blutstriemen am Schienbein“ ausgewechselt werden.
Kapitän kommt aus Hamburg
Der FKP begann 16 Tage vor dem ersten Punktspiel im neuen Jahr mit einer Vierer-Abwehrkette, in der Eliakim Kukanda rechts , Jonas Vogt links, Michael Müller und Grischa Walzer zentral verteidigten, davor agierten im Mittelfeld Luca Eichhorn und Thomas Selensky. Nico Wiltz war der Zehner, Silas Gutmann und Luka Dimitrijevic griffen über die Außen an, Oskar Prokopchuk hieß der Mittelstürmer.
Kapitän Yannick Grieß kam direkt von einer beruflichen Reise nach Hamburg zum Spiel und wurde daher ebenso wie Mike Andreas erst zu Beginn der zweiten Hälfte eingewechselt. „Mit ihnen hatten wir dann mehr Ordnung im Spiel“, stellte Paulus fest. In den ersten 45 Minuten war der Oberliga-Zweite fast nicht zu Torchancen gekommen. Eine Eckballvariante von Dimitrijevic schloss Grieß zum Siegtor ab. Paulus: „Es war ein intensives Testspiel. Elversberg hat uns gefordert. Von den Chancen her hätte es 3:1 ausgehen müssen.“
Apropos Dimitrijevic: Nach Operation am Ohr und Ellenbogenverletzung hat der fürs FKP-Spiel so wichtige Saarländer noch Trainingsrückstand, den er nun aufholt. Paulus ließ ihn deshalb auch 90 Minuten durchspielen. Walzer, als Regionalliga-Profi beim FC Homburg in der ersten Saison-Hälfte ohne Einsatz, zeigte als linker Innenverteidiger in seinem ersten Heim-Testspiel für Pirmasens seine Qualitäten in der Spieleröffnung. Kritisch stellt Trainer Paulus aber fest: „Grischa muss noch seine Handlungsschnelligkeit verbessern, mehr Kommandos geben und in den Defensiv-Zweikämpfen keine Kompromisse eingehen.“
Vertragsgespräch mit Krob
Zufrieden zeigt sich der Coach mit seinen Rekonvaleszenten. Kevin Büchler habe bereits erste Passübungen mitgemacht und werde wie Marc Ehrhart „wieder ins Mannschaftstraining integriert, aber noch ohne Zweikämpfe“. Bei Ehrhart, dem Führenden der Oberliga-Torjägerliste, könnte es vielleicht reichen, um im Nachholspiel am 21. Februar beim Tabellenvierten TuS Koblenz zum Kader zu gehören. Für Dario Tuttobene beginnt nach einem Muskelfaserriss das Reha-Programm.
Diese Woche gab es auch ein erstes Gespräch mit Angreifer Dennis Krob über seinen im Sommer auslaufenden Vertrag. „Dennis ist körperlich wieder richtig gut in Schuss und würde gerne bleiben. Mal sehen, wie es weitergeht“, sagt Paulus, der in Personalunion auch Kaderplaner des FKP ist, über den 33-Jährigen, der seit Januar 2016 in Pirmasens spielt und am Donnerstag ebenso wie noch Till Decker, Torben Kirch und Noah Stilb eingewechselt wurde.
Scherpf trifft
Der Großteil des Kaders trainiert am Samstag, „einige junge Spieler“ werden laut Paulus im Vorbereitungsspiel des Verbandsligateams bei Fortuna Billigheim-Ingenheim (Samstag, 15.30 Uhr) auflaufen. Der FKP II spielte am Mittwochabend beim Bezirksligisten SV Nanzdietschweiler 1:1; Rückkehrer Kristof Scherpf erzielte dabei kurz vor Schluss den Ausgleich.