Pirmasens „Der Besucher soll jedes Jahr ein ganz neues Erlebnis genießen“
Unter dem Tourmotto „Celebrating 20 Years: die Jubiläumstournee“ gastiert die irische Tanzshow „Rhythm of the Dance“ am Sonntag, 3. Februar, 20 Uhr, in der Zweibrücker Festhalle. Danach gibt es noch drei Aufführungen in Deutschland, ehe die Truppe ihre Tournee in den USA fortsetzt. In insgesamt 50 Ländern war „Rhythm of the Dance“ in den letzten 20 Jahren schon zu sehen. Dabei vereint die zweistündige Show über 2000 Jahre Tanz, Musik und Kultur aus vorkeltischen Zeiten bis zu modernen Sounds von heute. Über „Rhythm of the Dance“ sprach unser Redakteur Christian Hanelt mit der Tänzerin Toni Croy, die seit 2011 Teil der Show ist.
Nein. Nicht alle Mitwirkenden stammen aus Irland. Es sind auch einige Tänzer aus England und Schottland dabei. Ich selbst komme aus dem nordirischen Belfast. Sie sind seit 2011 bei der Show, wie hat sich die Show seither verändert? Oh, da hat sich sehr viel verändert. Das muss auch so sein, um die Show für das Publikum immer wieder interessant zu machen. Das fängt bei neuen Tänzen an und geht über neue Kostüme bis hin zu neuen Musikstücken. Und natürlich wechseln auch immer wieder die Tänzer. Wir sind stets bemüht, die Show modern zu gestalten, damit die Besucher, die die Show schon einmal gesehen haben, im nächsten Jahr wieder ein ganz neues Erlebnis genießen dürfen. Wie lange werden Sie in Deutschland unterwegs sein? Wir sind in Deutschland am 1. Januar gestartet und werden unseren letzten Auftritt hier am 11. Februar haben. Insgesamt werden wir mit der Show ein halbes Jahr unterwegs sein von November bis Ende April. Inwieweit unterscheidet sich das Publikum in Deutschland von dem in Irland? Außerhalb Irlands ist tatsächlich das deutsche Publikum das, das unsere Show am begeistertsten aufnimmt und schätzt, was wir auf der Bühne darbieten. Worin besteht die Magie von „Rhythm of the Dance“ verglichen mit den vielen anderen irischen Tanzshows wie „Magic of the Dance“ oder „Lord of the Dance“? Bei uns ist vor allem alles live, der Tanz und auch die Musik. So tragen wir zum Beispiel alle Mikrofone. Und wir arbeiten ständig an unserer Show, um sie modern zu halten und den Besuchern jedes Jahr einen neuen Anreiz zu bieten, zu uns zu kommen. Wir bieten aufwendige Lichteffekte und fantasievolle Kostüme – allein 25 Kostümwechsel absolvieren die Akteure während der Show. Die Hallen und die Bühnen, auf denen Sie auftreten, sind unterschiedlich groß. Heißt das, dass auch Ihre Laufwege und die Abläufe der Tänze unterschiedlich sind, je nach Größe der Bühne? Nein. Wir haben exakt für alle Bühnen die gleiche Show – egal wie groß die Bühne ist. Worin liegt eigentlich der wesentliche Unterschied zwischen dem irischen und dem amerikanischen Stepptanz, wie wir ihn zum Beispiel von Fred Astaire kennen? In erster Linie tanzen wir mit anderen Schuhen. Wir tragen zum Beispiel keine Metallkappen an den Schuhen und bei uns geht der Tanz mehr über die Fußballen. Haben Sie es schon mal mit amerikanischem Stepptanz versucht? Ja, das habe ich. Das ist für uns ein völlig anderer Stil, trotz einiger Bewegungen, die in beiden Stilen ähnlich sind. Deshalb fällt es uns relativ leicht, auch dies zu tanzen. Die Tänzer in der Show sind alle Profis und noch recht jung. Was machen Sie, wenn Sie einmal nicht mehr auf der Bühne tanzen können? Nun, dann werde ich nach Irland zurückgehen und in einer Tanzschule unterrichten. Die Kinder fangen bei uns bereits mit vier oder fünf Jahren mit dem Tanz an – so wie ich damals auch. Wenn Sie ein halbes Jahr zusammen auf Tour sind. Sind Sie dann eine große Familie mit allem was dazu gehört von Liebe bis Hass? Wir leben sechs Monate auf engstem Raum zusammen, da entwickeln sich natürlich Freundschaften und zuweilen gibt es auch Konflikte, die aber schnell gelöst werden müssen, da sonst die Show gefährdet wäre. Letztlich sind wir aber alle eine große Familie, in der jeder nach den sechs Monaten wieder seinen eigenen Weg geht. Manche trifft man dann in der nächsten Show wieder. So lange von daheim wegzubleiben, schweißt schon zusammen. Bitte nennen Sie drei Gründe, in die Show zu kommen. Wenn Sie irische Musik mit einer Live-Band lieben, sind Sie bei uns richtig. Und wir sind eine Gruppe exzellenter Tänzer, und zusammen bieten wir großartige Unterhaltung. Infos Karten gibt es im Vorverkauf ab 39,90 Euro im Zweibrücker Kulturamt, Telefon 06332/871-471, und im Internet unter www.kultopolis.com oder unter der Ticket-Hotline 0651/9790770.