Pirmasens Beide pochen auf die Umgehungsstraße

Der Sozialdemokrat Klaus Block hat sich in Niedersimten viel vorgenommen. Als Neuling auf der politischen Bühne fordert er Amtsinhaber Kurt Sennewald (CDU) bei der Wahl um den Ortsvorsteherstuhl heraus. Sennewald gewann vor fünf Jahren die Wahl mit komfortablen 70 Prozent der Stimmen.
In Niedersimten kandidieren damit zwei frühere Hausmeister für den Posten des Ortsvorstehers. Block war lange Jahre Hausmeister im Hugo-Ball-Gymnasium und ist jetzt im Ruhestand wie Sennewald, der im Rheinberger als Hausmeister tätig war. Und das sind nicht die einzigen Gemeinsamkeiten der beiden Kandidaten. Beiden ist der Verkehr in der Lothringer Straße zu viel. „Die donnern durch Niedersimten. Das geht nicht mehr“, meint Block, der eine Verschwenkung wie in Kröppen fordert, um den Verkehr zu bremsen. Amtsinhaber Sennewald favorisiert Radarkontrollen und auch Maßnahmen zur Reduzierung der Geschwindigkeit. Und dann wollen beide natürlich die Umgehungsstraße in Form einer Brücke. Sennewald will das Projekt trotz schwieriger Finanzlage weiter verfolgt wissen und für Block steht außer Frage, dass irgendwann die Umgehung kommen wird. „Das ist einfach zu viel Schwerverkehr“, meint der Sozialdemokrat. Ein weiteres Verkehrsthema liegt Sennewald und Block am Herzen mit der Zufahrt zur Kläranlage. Block selbst ist als Anwohner der Littersbachstraße Betroffener und weiß, wovon er redet, wenn die Tankwagen zur Felsalb-Kläranlage donnern. „Da muss die Zufahrt geändert werden“, fordert Block und Sennewald will den Verkehr mehr kontrollieren und anderweitig reduzieren. Die Niedersimter Vorortpolitik will Block nicht im Alleingang betreiben. Für ihn ist das Miteinander im Dorf wichtig. „Wir können nur zusammen etwas bewegen“, meint der 65-jährige SPD-Kandidat, der nicht nur über die Probleme im Vorort reden, sondern zumindest probieren will, etwas zu ändern. Block ist absoluter politischer Neuling und weder im Stadtrat noch Ortsbeirat bisher tätig gewesen. Als Vorsitzender des Pirmasenser Boulevereins und Mitglied im Niedersimter Fußballverein engagiert er sich bereits ehrenamtlich in der Stadt. Sennewald ist erst seit fünf Jahren Ortsvorsteher, war aber zuvor als Stellvertreter und Mitglied des Ortsbeirates sowie Vorsitzender der Niedersimter CDU politisch aktiv. Neben den erwähnten Projekten sind Sennewald der Erhalt des Friedhofes, die Spielleitplanung und die Wanderwege im Gersbachtal wichtig. Beim Straßenausbau strebt er neben der schon beschlossenen Straße „Am Kunzeck“ den Ausbau der Wackenbergstraße an. Für die Dorfgemeinschaft hält Sennewald den Erhalt der Spenglerkerwe für sehr wichtig und will sich hier engagieren. Dazu passt ein Projekt von Sennewald zusammen mit seiner Frau Angelika, die jeden zweiten Dienstag im Monat einen Seniorennachmittag im Rehtalsaal organisieren. „Da kommen inzwischen jedes Mal über 50 Senioren“, freut sich der Ortsvorsteher über die gute Resonanz. (kka)