Pirmasens Bei Gala gute Figur abgegeben
«BADEN-BADEN.» Es war die Premieren-Gala für Christin Hussong und ihren Freund Richard Gessner in Baden-Baden. Ganz zentral nahe der Kurhaus-Bühne saßen sie am Sonntagabend am runden Tisch mit Hussongs Speerwurfkollegen Thomas Röhler und Andreas Hofmann und genossen den kurzweiligen Abend bei der Ehrung der deutschen „Sportler des Jahres“. Die Europameisterin aus Herschberg belegte Platz 14 mit 108 Stimmen.
„Sehr schön war’s. Als Kind habe ich die Wahl immer verfolgt. Wenn man plötzlich dabei ist, wenn man im Video mit den allerbesten Sportlern aus Deutschland gezeigt wird, ist das schon eine Ehre“, sagte die 24-jährige Speerwerferin vom LAZ Zweibrücken, die ihre Platzierung gelassen hinnahm. Von den Leichtathleten lagen noch Gesa Krause, Gina Lückenkemper und Malaika Mihambo vor der Studentin des Fachs Gesundheitsmanagement in Saarbrücken. „Mir ist dieses Ergebnis nicht so wichtig. Es war so ein tolles Jahr für mich, in dem ich sportlich so viel erreicht habe“, sagte Christin Hussong, die im langen, hochgeschlossenen hellen Kleid eine gute Figur abgab. In Saarbrücken hatte sie es zufällig entdeckt, als sie mit ihrer Mutter einkaufen war. „Es war das erste, das auch gleich gepasst hat“, erzählte sie und gab zu, dass es Männer mit der Kleidung bei einer Gala etwas leichter hätten. „Es ist schon schön, sich mal anders zu kleiden bei so einem festlichen Anlass“, gestand sie. Wie lange der Abend noch werden würde, vermochte sie nicht zu sagen. „Ich weiß ja gar nicht, was man hier noch alles machen kann, ich lass’ mich da überraschen“, erzählte sie. Auch davon, dass sie schon am Abend zuvor eingeladen waren und sich mit Sportlern im Hotel trafen. Mal ohne Leichtathleten am Tisch. „Wir saßen auch mal mit Miriam Welte zusammen, das war ganz nett“, sagte Hussong. Die beiden duellieren sich ja auch bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres in Rheinland-Pfalz, bei der man noch bis zum 1. Januar online abstimmen kann (www.landessportlerwahl.de). Bei aller Feierlaune: Hussongs Fokus liegt auf den sportlichen Herausforderungen in den kommenden beiden Jahren. Die Weltmeisterschaft 2019 in Doha und die Olympischen Spiele 2020 in Tokio stehen an, und Christin Hussong will Ähnliches erreichen wie in Berlin, nämlich einen Titel: „Ich muss gesund bleiben, das ist das Wichtigste.“ Ob ihr Freund Richard Gessner aus Maßweiler nach Doha oder Tokio mitfliegen wird, das ließ er am Sonntagabend offen. „Ich versuche, so oft wie möglich dabei zu sein, wenn es zeitlich geht. Ich war in London 2017 und in Berlin dabei“, berichtete Gessner, der den Abend als sehr ruhig und entspannt empfand. „Ein schöner Jahresabschluss. Diesmal stand Christin nicht im Fokus“, befand er grinsend. Aber das könnte sich doch nach Doha oder Tokio ändern – oder nicht? „Ja, hoffentlich. Dann kann ich ja noch mal mitkommen nach Baden-Baden“, sagte Gessner, der sichtlich Gefallen an der Gala fand.