Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel A-Klasse: Keiner trifft so oft wie der Busenberger Felix Burkhard

Gibt den gegnerischen Abwehrreihen oft Rätsel auf: Felix Burkhard (Bildmitte), hier gegen Yannik Klein (links) und Manuel Prokei
Gibt den gegnerischen Abwehrreihen oft Rätsel auf: Felix Burkhard (Bildmitte), hier gegen Yannik Klein (links) und Manuel Prokein von der SG Rieschweiler II.

Felix Burkhard trifft für seinen SC Busenberg in dieser Saison 52-mal ins Schwarze, wird damit Torschützenkönig der A-Klasse – und am Ende der Saison doch gefeuert.

Felix Burkhard ist ein begnadeter Fußballer. Da gibt es im Fußballkreis keine zwei Meinungen. Und sicher hat er das Zeug, in einer höheren Liga als zuletzt zu kicken. Doch der SC Busenberg ist sein Heimatverein. Deshalb kehrte der Mann mit der Erfahrung von zwölf Oberliga-Spielen 2020 zum SCB zurück. Der 30-Jährige war als Spielertrainer und Torjäger ein Garant für die Erfolge des kleinen Vereins aus der Drachenfelsgemeinde in den beiden vergangenen Spieljahren.

In der Saison 2021/22 versenkte der Kicker mit dem feinen linken Fuß und einem Turbo in beiden Beinen das Runde 49-mal im Eckigen, schoss sein Team zur Meisterschaft in der B-Klasse Ost und zum Sieg im Kreispokalfinale. Auch in der gerade zu Ende gegangenen Saison zeigte Burkhard sein außerordentliches Talent, kam in der Meisterschaftsrunde in der A-Klasse auf 39 Treffer, obwohl er wegen einer Sperre nicht in allen Spielen mitmachen durfte.

Burkhards klasse Ausbeute im Pokal

Im Pokal war seine Ausbeute noch besser: zwei Tore in Runde zwei (in der ersten Runde hatte Busenberg ein Freilos), drei in Runde drei, und je zwei Treffer in Achtel-, Viertel- und Halbfinale sowie zwei Treffer im Endspiel. Das ergibt in der Summe 52 Pflichtspieltore im Trikot der Busenberger. In der A-Klasse ist Burkhard mit seinen 39 Treffern der König unter den Torschützen.

Nur die Titel fehlten dem außergewöhnlichen Kicker in der abgelaufenen Saison. Das letzte A-Klasse-Heimspiel verlor der SCB gegen den späteren Meister Contwig mit 0:1 und verspielte damit eine erneute Meisterschaft. Die Vizemeisterschaft ist für den Liganeuling aber als Erfolg zu werten. Im Kreispokalwettbewerb erreichte der SCB zum zweiten Mal in Folge das Finale. Doch nach einer 4:1-Führung (mit zwei Burkhard-Toren) verlor Busenberg vor knapp 1000 Zuschauern noch mit 4:6 gegen den FC Rodalben.

Trennung nach 0:5-Niederlage im Aufstiegsspiel

Trotzdem gab der SC Busenberg einige Tage nach der 0:5-Niederlage im letzten Bezirksliga-Aufstiegsspiel gegen den TuS Schönenberg bekannt, dass er sich von Felix Burkhard und dessen Trainerpartner Swen Wenzel (künftig D2-Coach beim FK Pirmasens) trennt.

Der für den Hilster SV kickende Maximilian Mayer war der einzige Spieler, der im Kampf um die Torjägerkanone der A-Klasse mit Burkhard Schritt halten konnte. Mayers 35 Tore verdienen Anerkennung, schließlich schwebte Hilst bis zum vorletzten Spieltag noch in Abstiegsgefahr. Auf den Rängen drei bis fünf landeten Steven Mathieu (27 Tore) von Meister Contwig, der zu Saisonbeginn aus der B-Klasse gekommene Marcel Sammel (25) vom SV Obersimten und der fast unterm Radar spielende Dimitar Vitanov (24) vom FK Clausen.

x