Pirmasens 112 Millionen Euro investiert

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„Wir haben einen krisenfesten Mittelstand, eine hohe Investitionsbereitschaft und eine starke Identifikation der Unternehmer mit dem Standort, das muss gepflegt werden.“ Mit diesen Worten brachte Mark Schlick, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, gestern in der Stadtratssitzung seine Strategie auf den Punkt: Bestandspflege sei wichtiger als eine Neuansiedlung. „Wir haben so viele tolle Unternehmen hier, müssen schauen, dass keines geht.“

112 Millionen Euro haben Pirmasenser Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren am Standort investiert. 50 bis 70 Firmengespräche führe die Wirtschaftsförderung im Monat. „Wir sind immer ansprechbar“, das sei wichtig. Auch wenn eine Firma expandieren wolle. So habe die Wirtschaftsförderung sich dafür eingesetzt, dass auf der Husterhöhe Platz geschaffen wurde für eine Erweiterung der Framas Kunststofftechnik GmbH. „Da sind tolle Dinge im Gespräch“, so Schlick. Wobei Gewerbefläche knapp werde. „Wir haben nur noch zwölf Hektar.“ Aber es sei Land in Sicht. Bis 2017 soll das ehemalige Boson-Gelände entwickelt sein. Im Jahr 2018 werden auf der Husterhöhe nach dem Abzug der Amerikaner 109 Hektar frei, davon 44 Hektar auf Pirmasenser Gemarkung, so Schlick. Dann werde ein neues Gewerbegebiet entwickelt. Bei den Grundstückspreisen sei Pirmasens gegenüber der Rheinschiene im Vorteil. „Bei uns kostet der Quadratmeter 22,50 Euro.“ In einem Exkurs, für den es von den Ratsmitgliedern viel Lob gab, stellte Schlick klar: Der Pirmasenser Wirtschaft geht es gut, der Standort sei attraktiv. In Pirmasens gebe es 1380 Unternehmen, die 19.962 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze bieten. Jeden Tag pendelten 11.578 Menschen in die Stadt ein, 5025 Pirmasenser arbeiteten außerhalb. Ein positives Zeichen: Anders als prognostiziert, gebe es Zuwanderung. „Arbeitskräfte ziehen in die Stadt, weil es hier attraktive Jobs gibt und günstiges Bauland.“ Die Wirtschaftsförderung tue etwas für die Zugezogenen, biete das Netzwerk „Neu in Pirmasens an“. Damit Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv bleiben, habe er das Projekt „Pro Fachkraft“ aufgesetzt, bei dem sich Firmen einem „Check-up“ unterziehen müssen. Damit solle eine Arbeitgebermarke aufgebaut werden. Angegangen werden muss laut Schlick der flächendeckende Breitbandausbau, außerdem plädiert er für mehr freie WLAN-Hotspots. Um Leben in die südliche Hauptstraße zu bringen, plant er im Juli das erste Schusterbrunnenfest, Ende des Jahres soll eine große Kreativmesse viel Volk in die Stadt lotsen. (cla)

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