Pirmasens Übergang ins Berufsleben gelingt gut

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Im Juli ist die Arbeitslosigkeit in der Westpfalz erstmals nach fünf Monaten wieder angestiegen. Das teilte die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens mit. Ausnahme ist die Stadt Pirmasens: Dort sank die Arbeitslosenquote im Juli von 12,7 auf 12,2 Prozent.

Der Anstieg in der Westpfalz ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass in den Sommermonaten viele junge Menschen den Übergang von der Schule, der Ausbildung oder dem Studium in die Beschäftigung bewältigen müssen. Gelingt dies nicht direkt, melden sie sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli ist nicht außergewöhnlich“, sagte Konrad Stephan, der stellvertretende Leiter der Arbeitsagentur. Das geringfügige Plus gegenüber dem Vorjahr basiere auch auf der Zunahme bei den arbeitslosen Ausländern im Kontext von Flucht und Asyl. Somit stieg die Arbeitslosenquote im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent. Gesunken ist sie dagegen in Pirmasens: im Vergleich zum Juni um 0,5 Prozentpunkte auf 12,2 Prozent. 2532 Menschen waren in der Stadt arbeitslos gemeldet, 90 weniger als im Juni und 70 weniger als im Juli 2015. Das hat laut Mark Rheinheimer, Pressesprecher der Arbeitsagentur, wohl zwei Gründe. Zum einen habe der Übergang von Ausbildung ins Berufsleben in Pirmasens in diesem Jahr gut funktioniert. Viele Betriebe haben ihre Azubis weiterbeschäftigt. Außerdem werden die Arbeitslosenzahlen Mitte Juli erhoben. Möglicherweise seien noch nicht alle Schulabgänger erfasst, die nicht direkt in Ausbildung kommen. Hier könne es bei den Augustzahlen noch zu Angleichungen kommen. Ein weiterer Faktor seien die arbeitslosen Ausländer. Wird dem Asylantrag der Flüchtlinge stattgegeben, tauchen sie in der Arbeitslosenstatistik auf. Besuchen sie jedoch einen Integrations- oder Sprachkurs, stehen sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung, so Rheinheimer, werden daher nicht als arbeitslos gelistet. Hier sei jedoch mit einem Anstieg zu rechnen, wenn die Menschen nach den Kursen nicht direkt eine Beschäftigung finden. Im Jobcenter waren nur noch 2021 Menschen arbeitslos gemeldet, 97 weniger als im Juni. Dafür nahmen 511 Menschen die Arbeitslosenversicherung in Anspruch, sieben mehr als im Vormonat. Dem Arbeitgeberservice der Stadt wurden in den vergangenen vier Wochen 115 zu besetzende Stellen gemeldet. Damit befanden sich noch 289 offene Stellen im Bestand. Die Entwicklung im Landkreis Südwestpfalz entsprach dagegen dem Trend des gesamten Gebietes der Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens. 2259 Menschen waren im Juli arbeitslos gemeldet. Das waren 20 mehr als im Juni und 49 mehr als im Juli 2015. Die Arbeitslosenquote stieg daher im Vergleich zum Juni um 0,1 Prozentpunkt auf 4,4 Prozent. Während die Arbeitslosenzahl in der Arbeitslosenversicherung im Juli um 55 auf 1159 stieg, erhielten nur noch 1100 Menschen Grundsicherung vom Jobcenter. Das waren 35 weniger als im Juni. Im Landkreis gab es noch 364 offene Stellen im Bestand. |clc

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