Rheinland-Pfalz Wissen über Wölfe soll in Kompetenzzentrum gebündelt werden
Angesichts der steigenden Zahl an Wolfssichtungen in Rheinland-Pfalz will das Land die Expertise zu dem Thema in einem neuen Wolfskompetenzzentrum bündeln. Einen detaillierten Plan gebe es noch nicht. Auch noch nicht geklärt sei, wo das Zentrum sein werde und mit welcher Personalstärke es ausgestattet werde, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums am Donnerstag in Mainz. Ministerin Ulrike Höfken (Grüne) sei es aber wichtig gewesen, schon in diesem frühen Stadium den Umweltausschuss des Landtages zu informieren. Zuvor hatte die „Rhein-Zeitung“ darüber berichtet.
Reihe von Wolfssichtungen
Zuletzt hatten Experten gleich eine ganze Reihe von Wolfssichtungen in den vergangenen Monaten in Rheinland-Pfalz bestätigt. Bei Bad Hönningen im Kreis Neuwied war beispielsweise auf einer Aufnahme einer Wildtierkamera Ende August 2019 eine Wölfin mit fünf Jungen zu sehen gewesen. Auch an einer Autobahn bei Mainz war ein Tier aufgetaucht. Im Nachbarland Hessen sind 2020 bereits zwei tote Wölfe gefunden worden, zuletzt in der Nähe des Wiesbadener Ostbahnhofs.
Derzeit beschäftigten sich mehrere Stellen mit dem Thema Wolf in Rheinland-Pfalz, sagte die Ministeriumssprecherin - etwa die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt, das Umweltministerium in Mainz sowie die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz. Das solle künftig zentraler organisiert werden.