Rheinland-Pfalz Schüler sollen anlasslos auf Coronavirus getestet werden
Das Land Rheinland-Pfalz will vor und nach den Sommerferien mindestens 1500 Schüler, Kita-Kinder und Mitarbeiter ohne Anlass auf eine Corona-Infektion testen. Ziel sei es, herauszufinden, ob sich die derzeit niedrige epidemiologische Lage während der Sommerferien ändere, sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Mittwoch in Mainz. „Wir wollen mehr Normalität an den Schulen, sobald wie möglich.“ Dafür seien gute, valide Daten wichtig.
An 30 bis 35 Schulen und Kitas im Land sollten jeweils 40 Jungen und Mädchen sowie 10 Mitarbeiter - Lehrer, Erzieher, Hausmeister - freiwillig getestet werden. Derzeit würden die Einrichtungen ausgesucht. Sie sollen möglichst repräsentativ Land und Stadt sowie Kreise mit vielen und mit wenigen Infektionen abbilden. Dieselben Menschen sollten vor und nach den Sommerferien mit einem Abstrich (PCR-Test) getestet werden. Die wissenschaftliche Grundlage sei statistisch sauber, sagte Klaus Jahn aus dem Gesundheitsministerium. Ziel seien möglichst repräsentative Ergebnisse für Rheinland-Pfalz.
Seit den Lockerungen des Shutdowns für die Schulen habe es acht Corona-Fälle gegeben, sagte Hubig. Drei Schulen seien deshalb vorübergehend geschlossen worden, eine Grundschule in Alsdorf sei noch bis 2. Juni zu. Bei Tests im Umfeld der Schulen seien keine weiteren positiven Fälle gefunden werden.
„Die epidemiologische Lage ist derzeit auf niedrigem Niveau stabil“, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD). Wenn jetzt blind - ohne Anlass - getestet würde, bräuchte es rein rechnerisch bis zu 4000 Tests, um eine Infektion zu entdecken.
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