Pfalz-Ticker Rehkitze sind da - Hunde anleinen und Vorsicht beim Mähen
Die ersten Rehkitze dieses Jahres sind geboren: Rehwild wie auch Hasen und Bodenbrüter sind mit Brut und Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt. Einige Städte appellieren daher an Hundehalter und Spaziergänger, in der Setz-, Brut- und Aufzuchtzeit bis Mitte Juli auf den Wegen zu bleiben und Hunde angeleint zu lassen.
Rehkitze seien besonders gefährdet, weil ihre Mütter sie zum Schutz vor Fressfeinden wie dem Fuchs gut getarnt und nahezu geruchlos im hohen Gras zurückließen, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Bingen. Die Ricke erscheine nur zum Säugen. „In keinem Fall sollten Spaziergänger vermeintlich allein gelassenes Jungwild anfassen“. Das schrecke die Muttertiere ab und mache den Nachwuchs zu Waisen. „Die Folge: Die Tierkinder müssen verhungern.“
Chance zur Flucht geben
Rehkitzen droht aber noch eine andere tödliche Gefahr: das Mähen des hohen Grases, das ihnen zum Schutz dient. Die Landwirte ergriffen in der Graserntesaison verschiedene Schutzmaßnahmen, um Rehkitze und andere Wildtiere zu schützen, sagte der Sprecher des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd, Andreas Köhr.
Die Information des Jagdpächters im Vorfeld der Mahd, damit dieser die Fläche absuchen kann, nannte Köhr als Beispiel. Zudem würden die Flächen von innen nach außen gemäht, um Wild die Chance zur Flucht zu geben. Die Schnitthöhe werde begrenzt, „also nicht zu tief“. Vor der Mahd werde zudem mit Knistertüten, Flatterbändern oder akustischen Geräten versucht die Wildtiere zu vertreiben. Mancherorts würden auch Drohnen mit Infrarotkameras eingesetzt, um die Rehkitze zu finden.