Kreis Germersheim Neue Gleise zwischen Pfälzerwald und Kraichgau

Einer der wenigen Güterzüge, die bereits linksrheinisch fahren, hier bei Rülzheim.
Einer der wenigen Güterzüge, die bereits linksrheinisch fahren, hier bei Rülzheim.

Wie die DB Netze im Rahmen einer frühen Öffentlichkeitsbeteiligung informiert, haben die Planungen für die Neu- und Ausbaustrecke KarlsruheMannheim begonnen. Die Strecke gehört zur Magistrale Rotterdam–Genua. Um den viel befahrenen Abschnitt Mannheim–Karlsruhe zu verstärken, haben die Planungen begonnen, und zwar mit der Definition eines Suchraums für die zusätzlichen Gleise. Dieser Suchraum erstreckt sich im Westen von den Höhen des Pfälzerwaldes bis zu den Höhen des Kraichgaus im Osten. Bereits in dieser frühen Phase macht der Landtagsabgeordnete Martin Brandl (CDU/Rülzheim) auf die Probleme einer nun mituntersuchten linksrheinischen (pfälzischen) Streckenführung aufmerksam: „Der Rhein ist eine natürliche Grenze. Ich sehe keine Möglichkeit für eine Neu- oder Ausbaustrecke für den Güterverkehr mit zwei zusätzlichen dafür notwendigen Rheinquerungen“, sagt Brandl. Es dürfe nicht zu einer „Kleinen Pfalzlösung“ durch die Hintertür kommen.“ Die sogenannte „Kleine Pfalzlösung“ sieht einen Teil des Güterverkehrs auf dieser Strecke zwischen Mannheim und Karlsruhe auf der pfälzischen Seite über Ludwigshafen, Speyer, Germersheim und Wörth vor. Dieser Vorschlag war allerdings bereits final vom Bund abgelehnt worden. Sie würde zudem ein Vielfaches an Güterverkehr auf Strecken mit viel zu naher Wohnbebauung bringen, warnt der Abgeordnete.

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