Saarland Nach Aus für Ford: 2500 Ersatzarbeitsplätze
Auf dem Gelände des Ford-Werks in Saarlouis sollen 2500 neue Arbeitsplätze entstehen. Das kündigten Ford und die IG Metall am Freitag bei einer nichtöffentlichen Betriebsversammlung an. Damit soll ein Ausgleich für den Weggang des Autobauers aus dem Saarland geschaffen werden.
Ford gibt in zwei Jahren die Autoproduktion in Saarlouis auf. Derzeit beschäftigt der Automobilhersteller dort noch 4400 Mitarbeiter, hinzu kommen 1300 in Zulieferbetrieben.
Ein „industrieller Großinvestor“, so die IG Metall, soll den Verlust an Arbeitsplätzen zumindest teilweise abfedern. Weder Name noch Branche des Investors wurden genannt. Ford und die Gewerkschaft teilten aber mit, dass dieser eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnet habe.
„Bis an die Grenze des Machbaren“
Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) soll bei der Betriebsversammlung gesagt haben, die Landesregierung sei dem Investor bis zur Grenze des Machbaren entgegengekommen. Wenn sie aber dessen Namen nenne, könne die Vereinbarung platzen.
Eine hochrangig besetzte Kommission aus Vertretern von Ford, des Betriebsrats und der Politik hatte monatelang mit Interessenten verhandelt. Aus ursprünglich 33 wurden 14 ausgewählt, dann 5, dann der Verbliebene. Angaben zufolge wird er das Werksgelände kaufen.
„Nachhaltiges Unternehmen mit breitem Portfolio“
Bei dem Investor handele es sich um ein „nachhaltiges, zukunftsorientiertes Unternehmen mit breitem Portfolio“ wurde orakelt. Und: Dem Investor komme es entgegen, dass er bei Ford in Saarlouis „eine eingespielte Produktions- und Montagemannschaft vorfindet“. Bis September könne der Name des Käufers bekannt werden. Betriebsrat und Gewerkschaft hatten, nachdem Ford 2022 das Aus für Saarlouis verkündet hatte, auf einen anderen Autobauer als Nachfolger gesetzt oder zumindest auf einen bedeutenden Zulieferer aus der Branche.