Bahn GDL-Chef: Vorerst kein Termin für Streikfortsetzung
Bei seiner vorläufigen Bilanz des Lokführerstreiks hat GDL-Chef Claus Weselsky darauf verzichtet, einen konkreten Termin für eine zweite Streikwelle zu nennen. In Berlin kündigte der Gewerkschafter eine Protest-Kundgebung am kommenden Dienstag vor dem Bahn-Tower am Potsdamer Platz an. Danach werde es nur noch „sehr kurze Zeit“ bis zu einem erneuten Streik dauern. Die erste Streikwelle sei hervorragend gelaufen, sagte Weselsky. Die Bahn versuche vergeblich, den erfolgreichen Streik kleinzureden.
An normalen Tagen nutzen täglich rund 4,6 Millionen Fahrgäste die Züge des Nah- und Fernverkehrs. Wie die Deutsche Bahn in Berlin mitteilte, habe man mit dem Ersatzfahrplan ein zwar stark reduziertes, aber stabiles und verlässliches Angebot gemacht.
In den Regionetzen waren demnach an den beiden Streiktagen Mittwoch und Donnerstag jeweils rund 40 Prozent der Züge unterwegs. Im Fernverkehr wurde das Angebot nach rund 25 Prozent vom Mittwoch am Folgetag noch etwas gesteigert. Im Güterverkehr seien aber rund 300 Züge stehengeblieben.
