Rheinland-Pfalz Flughafen Hahn: Staatsanwaltschaft nimmt weitere Beschuldigte ins Visier
Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat das Ermittlungsverfahren zu sechs Gesellschaften am Flughafen Frankfurt-Hahn um zwei weitere Beschuldigte erweitert. Am Dienstag wurden erneut Geschäftsräume der betroffenen Firmen und Wohnräume der Beschuldigten durchsucht. Darüber informierten die Staatsanwaltschaft Koblenz sowie das Landeskriminalamt in einer gemeinsamen Erklärung am Dienstagnachmittag. Das Verfahren richtet sich nunmehr gegen vier Verantwortliche von sechs am Flughafen Frankfurt-Hahn tätigen Gesellschaften sowie einen geschäftlichen Partner eines der schon bisher Beschuldigten.
Demnach hat sich seit der ersten Durchsuchungen im Sommer auch der Anfangsverdacht weiterer Straftaten gegen Beschuldigte ergeben. Damals war neben der Staatsanwaltschaft auch die Steuerfahndungsstelle des Finanzamts Trier einbezogen gewesen. Ob es sich um den Verdacht der Steuerhinterziehung handelte, wurde im Juli von Oberstaatsanwalt Rolf Wissen weder bestätigt noch dementiert.
75 Einsatzkräfte bei der Durchsuchung
Zur weiteren Aufklärung haben am heutigen Dienstag rund 75 Einsatzkräfte des Landeskriminalamts Rheinland-Pfalz, der Steuerfahndung Trier, der Kriminaldirektionen Koblenz, Mainz und Trier, der Polizeipräsidien Südosthessen, Frankfurt und Mannheim sowie die Staatsanwaltschaft Koblenz Geschäftsräume der betroffenen Firmen und Wohnräume der Beschuldigten durchsucht, heißt es in der Erklärung. „Die Maßnahmen vor Ort stehen kurz vor dem Abschluss.“ Weitere Auskünfte wollte die Staatsanwaltschaft dazu nicht machen – auch seien die Beschuldigten noch zu hören.