1. FC Kaiserslautern
„Internationales Top-Talent“ und Derby-Experte: Das ist FCK-Zugang Thierry Tazemeta
In Österreich ist zumindest bisher noch der Vater von FCK-Neuzugang Thierry Tazemeta der bekanntere Fußballer. Der heißt, um die Verwirrung komplett zu machen, auch Thierry Fidjeu-Tazemeta und erlangte in der Alpenrepublik im Jahr 2013 Berühmtheit, als der frühere Nationalspieler Äquatorialguineas für den Zweitligisten SV Horn nur mit einem Socken bekleidet ein Tor gegen den SKN St. Pölten schoss. Seinen Schuh hatte er kurz vorher verloren.
Ob Tazemata junior für den FCK einmal ein ähnlich kurioses Tor erzielen wird, bleibt abzuwarten. Auf dem Betzenberg halten sie jedoch große Stücke auf den 18-jährigen Flügelstürmer, den die Lauterer aus dem Nachwuchsleistungszentrum von Borussia Dortmund loseisten. „Mit Thierry konnten wir ein internationales Top-Talent für uns gewinnen. Er ist ein technisch versierter Spieler, der sich durch seine Physis und seine Schnelligkeit auszeichnet. Zudem ist er in der Offensive mit seinem Tiefgang variabel einsetzbar“, schwärmt Sportdirektor Marcel Klos vom zweiten Lauterer Sommerzugang nach dem Hoffenheimer Torhüter Yannick Onohiol.
Der Klub gehe damit, so Klos, „weiter unseren Weg, unseren Kader mit jungen Talenten zu verstärken, die wir fördern wollen und denen wir die Möglichkeit bieten, sich auf einem hohen Niveau weiterzuentwickeln“. Tazemeta fällt auf dem Betzenberg ähnlich wie Eigengewächs Owen Gibs in die Kategorie Perspektivspieler, die die arrivierten Kräfte in der Offensive wie Marlon Ritter oder Naatan Skyttä herausfordern sollen. Für den BVB kam der schnelle Offensivspieler in der U17 und U19 insgesamt zu 45 Einsätzen und erzielte dabei 21 Tore, für Österreich hat er bis zur U21 alle Juniorennationalmannschaften durchlaufen.
Große Augen
Auf seine neue Aufgabe im Profifußball freut sich der 18-Jährige. „Man sagt zu einem Klub wie dem 1. FC Kaiserslautern, der so viel Tradition hat, nicht Nein. Als die Anfrage kam, habe ich direkt große Augen bekommen und mich sehr gefreut“, sagte Tazemeta in einer Vereinsmitteilung. Er habe in den Gesprächen mit den Verantwortlichen „direkt viel Vertrauen“ gespürt und könne sich mit dem Weg, den der FCK in den nächsten Jahren gehen wolle, identifizieren.
Tazemeta, und das kann bei den Roten Teufeln mit Blick auf das Pokalduell beim SV Waldhof Mannheim Mitte August sicher auch nicht schaden, übrigens ein echter Derbyexperte. Beim 4:1-Sieg des BVB im Revierklassiker gegen Schalke auf U19-Niveau steuerte der Neu-Lauterer gleich drei Tore bei.
