Polen-Reise Dreyer will Hilfe für Kinderheim in Ukraine prüfen

Im Gespräch: Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Marschall der rheinland-pfälzischen Partnerregion Oppeln in Polen, Andrzej
Im Gespräch: Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der Marschall der rheinland-pfälzischen Partnerregion Oppeln in Polen, Andrzej Bula.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will die Unterstützung für ein Kinderheim in der Ukraine prüfen. Das sagte sie am Freitag bei ihrem Besuch in Oppeln, der Partnerregion von Rheinland-Pfalz in Polen. Der Marschall der Woiwodschaft Oppeln, Andrzej Bula, hatte zuvor angekündigt, dass in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk ein Heim 150 Kindern aus der Region Charkiw eine Heimat geben soll. Das Gebäude bestehe bereits, müsse aber saniert und umgebaut werden. Die Stadt liegt in der Region Oblast, mit der Oppeln eine Partnerschaft pflegt. Aus dem französischen Burgund und aus der Steiermark (Österreich) seien bereits Hilfen in Form von Baumaterial zugesagt worden.

Hendrik Hering (SPD), der Präsident des rheinland-pfälzischen Landtags, sagte zu, das Parlament werde einen Betrag zur Verfügung stellen. Über die mögliche Höhe machte er keine Angaben. Rheinland-Pfalz und Oppeln sind seit 20 Jahren Partner, zuletzt haben beide Regionen Feuerwehrausrüstung im Wert von 80.000 Euro in die Ukraine geschickt. Bei der Flut im Ahrtal halfen die polnischen Partner mit Trockenanlagen aus.

Dreyer ist mit einer Delegation zu Gesprächen nach Oppeln gereist. In der Region mit knapp einer Million Einwohnern leben laut Bula derzeit 20.000 der rund 2,4 Millionen ukrainischen Flüchtlinge in Polen. 80 Prozent seien in Familien untergebracht. „Ich sehe mit größtem Respekt, was Polen, was die Woiwodschaft leistet“, sagte Dreyer.

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