Pfalz-Ticker DFL unterstützt 3. Liga und Frauen-Bundesliga mit 7,5 Millionen Euro

Die 3. Liga ist unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes organisiert und finanziell hart von der Corona-Krise getroffen.
Die 3. Liga ist unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes organisiert und finanziell hart von der Corona-Krise getroffen.

Die Deutsche Fußball Liga will in der derzeitigen Coronavirus-Pandemie die 3. Liga und die Bundesliga der Frauen finanziell unterstützen. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bestätigte am Donnerstag nach der Mitgliederversammlung eine Zahlung von 7,5 Millionen Euro. „Diese Unterstützungszahlung ist an keine weitere Bedingung geknüpft. Das Präsidium dankt den Champions-League-Clubs für die Initiative zur Bereitstellung des Solidarfonds“, sagte Seifert. Zuvor hatten „Der Spiegel“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ darüber berichtet.

Die vier Spitzenclubs FC Bayern, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen haben zu Beginn der Krise 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um bedrohten Clubs zu helfen. Die 3. Liga ist unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes organisiert und finanziell hart von der Corona-Krise getroffen. Unter den Clubs gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob die Saison fortgesetzt werden soll. Befürchtet wird eine Flut von Insolvenzen.

Seifert: Am Tag X bereit

Der seit Mitte März unterbrochene Spielbetrieb in der Bundesliga und 2. Liga bleibt wegen der Corona-Pandemie bis auf Weiteres ausgesetzt. Den Termin für einen Neustart müsse die Politik festlegen, sagte Seifert. Er wolle sich nicht weiter Spekulationen über einen konkreten möglichen Fortsetzungstermin der Bundesliga beteiligen. „Wann dieser Zeitpunkt sein wird, darüber gab es einige Aussagen und viele Spekulationen. Für uns bleibt entscheidend, was die politisch Verantwortlichen beschließen“, sagte Seifert am Donnerstag. „Deshalb liegt es nicht an uns, einen Starttermin zu beschließen. Wenn es Tag X ist, werden wir bereit sein.“

Zuletzt war unter anderem über den 9. Mai als möglichen Termin für einen Neustart diskutiert worden. Die beiden Spitzenpolitiker Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU) hatten diesen Termin ins Spiel gebracht. „Falls die Politik beschließt, am 9. Mai, dann werden wir am 9. Mai bereit sein“, sagte Seifert. „Wir haben heute keinen Zeitpunkt definiert, an dem die Bundesliga wieder spielen soll.“

Einigung mit Medienpartnern

Die Deutsche Fußball Liga hat sich zudem mit „fast allen“ Medienpartnern auf eine Vorauszahlung der noch ausstehenden TV-Prämien geeinigt. „Wir haben intensive Gespräche geführt, die waren geprägt von Respekt“, sagte Seifert. „Mit einer Ausnahme wurden mit allen Partnern Einigungen erzielt. Es wurden auch Vereinbarungen getroffen, wie damit umzugehen ist, sollte die Saison nicht zu Ende gespielt werden können. Klar ist auch: Sollte die Saison nicht wieder starten, greifen gewisse Mechanismen zur Rückzahlung.“

Ein „besonderer Dank“ gelte dem größten Medienpartner, dem Pay-TV-Sender Sky. Große TV-Partner sind zudem ARD und ZDF sowie Eurosport, der die Rechte an den Internet-Streamingdienst DAZN sublizenziert hat. Es ging um die Zahlung der vierten und letzten Rate der Fernsehgelder, Medienberichten zufolge rund 300 Millionen Euro. Die DFL will die wegen der Corona-Pandemie ausgesetzte Saison bestenfalls bis zum 30. Juni abschließen. Für den Neustart muss die Politik zustimmen.

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