Kusel Coronavirus: Neun Neuinfektionen – allesamt Reiserückkehrer

Die Fieberambulanz am Kuseler Haus der Jugend wird wegen der steigenden Zahlen ab kommender Woche wieder drei- statt zweimal geö
Die Fieberambulanz am Kuseler Haus der Jugend wird wegen der steigenden Zahlen ab kommender Woche wieder drei- statt zweimal geöffnet sein.

Die Anzahl der positiv auf das Coronavirus Getesteten im Kreis Kusel ist von Dienstag auf Mittwoch um neun auf 114 gestiegen. Bei allen Neuinfizierten handelt es sich um Rückkehrer aus Risikogebieten; konkret aus Russland, der Türkei und den USA. Mit Ausnahme eines Einzelfalls handelt es sich jeweils um Menschen in häuslicher Gemeinschaft, die sich allesamt nach ihrer Rückkehr beim Gesundheitsamt gemeldet haben und am Montagabend getestet wurden. Die Anzahl ihrer Kontakte nach der Rückkehr sei daher minimal.

Wo am Mittwoch in der Pfalz noch weitere Fälle registriert wurden, lesen Sie hier.

Landrat Otto Rubly fordert daher Reiserückkehrer speziell aus Risikogebieten – dazu gehören inzwischen beispielsweise auch mehrere Provinzen in Spanien – auf, sich umgehend testen zu lassen. Dann könne die Verbreitung des Virus eingedämmt werden. Seit der jüngsten Corona-Bekämpfungsverordnung seien diese Tests kostenlos.

Fieberambulanz öffnet wieder dreimal

Als Reaktion auf die Entwicklung – 14 Neuinfektionen binnen sieben Tagen – wird der Kreis sein Corona-Testzentrum am Kuseler Haus der Jugend künftig wieder dreimal pro Woche öffnen – Montag, Mittwoch und Freitag von 17 bis 18 Uhr. Die Anzahl der Tests ist zuletzt sprunghaft angestiegen – auf den Höchstwert von 41 am vergangenen Montag. Ende Juni waren es pro Woche mit drei Öffnungstagen nur rund zehn gewesen.

Zudem fordert Rubly von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, dass auch die Westpfalz mit einem Testzentrum für Reiserückkehrer bedacht wird. Am besten geschehe das in Zusammenarbeit mit dem Saarland nahe des Grenzübergangs Goldene Bremm bei Saarbrücken, weil die A 6 die Hauptstrecke für Urlauber aus Frankreich sei.

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