Ludwigshafen BASF stellt fast alle Geschäfte in Russland und Belarus ein

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[aktualisiert] Die BASF will ihre Aktivitäten in Russland und Belarus weitgehend einstellen. Schon Anfang März gab der Ludwigshafener Chemiekonzern bekannt, aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine keine neuen Geschäfte mehr in Russland und in dem mit Moskau verbündeten Belarus abzuschließen. Nun geht die BASF einen Schritt weiter: Der Vorstand habe entschieden, auch die bestehenden Aktivitäten in den beiden Ländern bis Anfang Juli 2022 einzustellen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Betroffen seien in Russland hergestellte oder importierte Produkte, die vor allem an Kunden in Gesundheit und Pflege sowie der Automobil- und Bauwirtschaft gehen, wie eine Sprecher auf Anfrage ausführte.

Die Entscheidung sei aufgrund der jüngsten Entwicklungen im Krieg getroffen worden. Hintergrund ist auch das fünfte EU-Sanktionspaket, das Anfang April vereinbart wurde. Aktuell würden detaillierte Pläne zu einer geordneten Einstellung der Aktivitäten erarbeitet.

Im Jahr 2021 belief sich den Angaben zufolge der Anteil der beiden Länder am Gesamtumsatz der BASF-Gruppe auf rund 1 Prozent. Derzeit sind dort 684 Mitarbeiter tätig – die Mehrzahl in Russland, wo das Chemieunternehmen einen Produktionsstandort bei Moskau betreibt. In Belarus geht es ausschließlich um Vertriebsgeschäft, hier zählt die BASF laut der Sprecherin 34 Mitarbeiter. Das Unternehmen werde die Beschäftigten in beiden Ländern bis Jahresende weiterhin unterstützen, hieß es. Details dazu wurden nicht genannt.

Fortgeführt wird das Geschäft zur Unterstützung der Nahrungsmittelproduktion, da der Krieg das Risiko berge, eine weltweite Nahrungsmittelkrise auszulösen, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Bei diesen Aktivitäten handele es sich insbesondere um den Bereich Saatgut und Pflanzenschutzmittel, sagte die Unternehmenssprecherin.

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