Neustadt Zur Sache: Acetylen in der BASF

Acetylen wird aus Erdgas hergestellt, das in der Anlage mit Sauerstoff auf über 1200 Grad Celsius erhitzt und dadurch aufgespalten wird. Nach einer Gastrennung und Gasreinigung entstehen am Ende des Herstellungsprozesses Acetylen sowie Kohlenmonoxid und Wasserstoff. Alle diese Produkte werden laut BASF im Unternehmensverbund weiterverarbeitet. Acetylen wird in rund 20 Produktionsanlagen am Standort Ludwigshafen benötigt und ist auch wichtig für Folgeprodukte von BASF-Kunden. Es ist zum Beispiel ein wichtiger Ausgangsstoff für Arzneimittel, Kunststoffe, Lösemittel, Elektrochemikalien und Textilfasern. Neben der 1962 gebauten „alten“ Acetylenanlage am Standort Ludwigshafen betreibt die BASF seit 2000 eine weitere Acetylen-Anlage in Geismar im US-amerikanischen Bundesstaat Louisiana. Die Acetylen-Chemie ist eng mit der Stadt Ludwigshafen verbunden. In den 1930er-Jahren erforschte der Chemiker Walter Reppe hier erfolgreich die großtechnische Nutzung von Acetylen zur Kunststoffproduktion. |rxs