Neustadt
Warum sich BASF-Vorstandsmitglied Michael Heinz für die Landesgartenschau engagiert
Herr Heinz, warum engagieren Sie sich als Vorsitzender im Förderkreis der Landesgartenschau?
Die Landesgartenschau 2027 ist für Neustadt eines der bedeutendsten städteplanerischen Projekte der letzten Jahre. Sie wird die Lebensqualität der Stadt steigern und Neustadt auch touristisch aufwerten. Als Bürger der Stadt Neustadt war ich schon immer bereit, Verantwortung für Gesellschaft und Gemeinschaft zu erbringen. Daher musste ich nicht lange überlegen, als Oberbürgermeister Marc Weigel mich bat, den Vorsitz des Förderkreises zu übernehmen.
Wird es Ihnen nicht irgendwann zu viel? Sie sind als Vorstandsmitglied der BASF ja beruflich stark eingebunden und engagieren sich zudem in Ihrer Heimatstadt ja schon als Vorsitzender des Schwimm-Clubs …
Natürlich ist das auch für mich eine weitere, zusätzliche Aufgabe, die meine frei verfügbare Zeit noch weiter einschränkt. Aber ich habe im Leben sehr viel von der Einsatzbereitschaft anderer bekommen und gebe daher auch gerne an die Gemeinschaft zurück. Zudem findet man immer ein wenig Zeit, wenn man für etwas brennt. Jeder, der sich irgendwann in einen anderen Menschen verliebt hat, fand für diesen Menschen Zeit, auch wenn es aufgrund vieler anderer Dinge nicht immer leicht war. Wir brauchen also nur mehr Menschen, die sich in gesellschaftliche Aufgaben verlieben, dann finden Sie auch die Zeit dafür.
Wie sehen Sie denn das Thema Landesgartenschau? Worin sehen Sie den Reiz und die Chancen?
Reiz und Chance liegen hier sehr eng beieinander. Die Stadt hat eine einmalige Gelegenheit mit diesem Projekt, ein nachhaltiges Stadtentwicklungsprojekt umzusetzen und somit den Bekanntheitsgrad und die Attraktivität der Stadt und der Region noch weiter zu steigern.
Und speziell mit Blick auf die Stadtentwicklung: Wird Neustadt langfristig davon profitieren?
Ich glaube auf jeden Fall daran. Unsere Landesgartenschau hat das Potenzial, ein Ort der Begegnung zu sein, mit neuen Verbindungen durch ein erweitertes Rad- und Fußwegenetz. Auf 25 Hektar Fläche mit viel Raum für Natur wird ein großer Landschaftspark unsere Stadt langfristig bereichern.
Dass Bauarbeiten manchmal stören oder wie an der Dr-Welsch-Terrasse auch eine bisher offene Nutzung vorübergehend einschränken, muss man dafür wohl in Kauf nehmen?
Natürlich sind Bauarbeiten, die immer mit Lärm und Schmutz verbunden sind, unangenehm und oft lästig. Aber sie sind für eine begrenzte Zeit eben auch notwendig, um Infrastruktur und allgemeine Lebensqualität zu verbessern. Die dabei geschaffenen Anlagen werden eine Bereicherung für die Stadt sein und allen Bewohnern lange erhalten bleiben.
Ist die Landesgartenschau denn schon ein Thema in der Stadt, was bekommen Sie da in Ihrem Umfeld mit?
Meine Wahrnehmung ist, dass die Vorbereitungen der Landesgartenschau durchaus bei interessierten Bürgern wahrgenommen werden. Die große Breite haben wir jedoch noch nicht erreicht, und das wird in den nächsten 20 Monaten ein Dauerbrenner sein.
Nun zum Förderkreis: Was machen Sie denn genau, wo können Sie sich einbringen?
Der Freundeskreis hat sich zur Aufgabe gemacht, die Landesgartenschau ideell und finanziell zu unterstützen. Es gibt vielfältige Aufgaben und auch Ideen, welche von der Trägergesellschaft der LGS nicht abgebildet werden können. Wir wollen mit dazu beitragen, dass die Landesgartenschau in unserer Stadt ein Erfolg wird, indem wir Spenden sammeln, ehrenamtliche Helfer organisieren und das Interesse der Bevölkerung wecken.
Dass die 100er-Marke bei der Mitgliederzahl geknackt wurde, ist ja schon mal ein guter Anfang.
Die 100er-Marke hatten wir im Grunde mit der Gründungsveranstaltung im Mai geknackt. Nun gilt es, weitere Mitglieder zu werben, nicht nur, um über die Mitgliedsbeiträge konkrete Projekte umzusetzen, sondern auch, um Helfer einzuwerben, die sich aktiv an Aktionen vor, während und nach der Landesgartenschau beteiligen.
Gibt es schon konkrete Pläne, beispielsweise Veranstaltungen?
Wir werden als Freundeskreis an verschiedenen Veranstaltungen, wie am Baustellenfest im August sowie am verkaufsoffenen Erlebnissonntag und am Winzerfestumzug im Oktober, mit einem Infostand teilnehmen. Darüber hinaus planen wir im Herbst eine Mitgliederversammlung, um unsere Ideen und potenziellen Projekte unseren Mitgliedern vorzustellen.
Wenn jemand nun neugierig wird: Wie kann er zum Förderkreis dazu stoßen und wer kann denn überhaupt alles mitmachen?
Unter www.neustadt.eu/Bürger-Leben/Landesgartenschau-2027/ kann jeder den derzeitigen Stand der Landesgartenschau einsehen. Da wächst was, und dort findet man auch eine „Kachel“ für den Freundeskreis sowie ein Antragsformular, um Mitglied zu werden. Mit nur 27 Euro kann ich so die LGS finanziell unterstützen. Als Mitglied werde ich dann regelmäßig über die Aktivitäten und Projekte informiert und kann dort auch eigene Ideen einbringen. Letztere werden bei uns dann nach Aufwand, Kosten, Durchführbarkeit und so weiter sortiert und in Informationsveranstaltungen vorgestellt. Doch neben der finanziellen Unterstützung suchen wir auch Helfer, um den Besucherservice, die Infopoints und die Führungen personell besetzen zu können.
Die Schau beginnt ja schon in gut eineinhalb Jahren. Dass bis dahin das Gelände fertig ist und auch sonst alles geregelt wird, ist schon sportlich. Spornt Sie das als leidenschaftlicher Wasserballer auch an?
Als Sportler kennt man den Druck, der vor einem wichtigen Wettkampf liegt. Man muss sich akribisch vorbereiten, um am Tag der Veranstaltung auf dem Höhepunkt zu sein. Ich bin mir sicher, dass uns das gelingen wird.
Und ab April 2027 wird man Sie dann auch regelmäßig auf der Gartenschau treffen können?
Wenn man für das Gelingen eines Projektes viel Schweiß und Herzblut einbringt, dann will man dieses große Projekt auch miterleben. Von daher wird man mich auch regelmäßig dort antreffen.