Neustadt Vor allem ein Auge auf die Jugend
Flagge zeigen bei der Hambacher Jakobuskerwe: Das galt bereits im vergangenen Jahr und das gilt, wie berichtet, auch dieses Jahr in Sachen Sicherheit. Am Freitagabend machten sich deshalb Polizei, städtischer Vollzugsdienst und private Sicherheitsleute auf den Weg durch das bunte Treiben.
Polizeihauptkommissar Helmut Landwich von der Neustadter Polizeiinspektion kennt seine Pappenheimer. Kurz vor 22.30 Uhr ist er zusammen mit drei Kollegen am Eichplatz gestartet, um eine Jakobuskerwe-Runde in Richtung Kettenkarussell zu drehen. Das Hauptaugenmerk der Polizeibeamten liegt um diese Uhrzeit auf dem Jugendschutz. Alle vier wissen, trotz der vielen Menschen, wen sie gezielt ansprechen sollten. Eine Gruppe Halbwüchsiger beispielsweise, die ihnen entgegenkommt. Freundlich aufgefordert, zeigen sie ihre Personalausweise, der jüngste ist gerade mal 15 Jahre alt. „Wissen die Eltern Bescheid?“, will Landwich wissen, was mit einem wenig überraschenden Ja beantwortet wird. „Bis Mitternacht“, geben die Teenager an, wie lange sie noch bleiben wollen. Mit einem „Nicht übertreiben“-Rat dürfen sie dann wieder ihres Weges ziehen. Mit einer solchen Ansprache wollen die Polizeibeamten Schlimmerem vorbeugen. Sprich: Wenn die jungen Leute wissen, dass Polizei unterwegs ist und ein Auge auf vieles hat, kommt es unter Umständen zu weniger Problemen nach zu viel Alkoholkonsum. Doch gibt es unterwegs auch ein paar gute Tipps: Wie für eine junge Frau, die das Handy hinten in der Hostentasche stecken hat. Es unbemerkt herauszuziehen, ist für die Polizisten mühelos möglich – die Besitzerin hat ihre Lektion gelernt. „Suchen Sie jemanden?“, wollen zwei kleine Jungen wissen, die den Polizeibeamten vor die Füße laufen. Sie waren bei ihrer Großmutter am Autoscooter und sind auf dem Rückweg zu ihren Eltern. Wenig später verlassen die Polizisten das Fest, während das Team aus Vollzugsdienst und privaten Sicherheitsleuten noch weiter Runden dreht. Sollte etwas passieren, können sie sich gegenseitig verständigen. Dazu diente eine Absprache beim Start auf dem Eichplatz. Die Polizei kontrolliert nun im Dienstwagen die Umgebung. „Sachbeschädigung, Alkoholfahrten“, gibt Landwich zwei Stichworte. Richtig ernst werden kann es vor allem am Ende der Ausschankzeiten, wenn sie auf jeden Fall wieder direkt auf der Kerwe präsent sind. Indes verliefen die ersten beiden Kerwetage auch frühmorgens friedlich: Neben den üblichen Parkverstößen sei nichts passiert, hieß es gestern bei der Polizeiinspektion. Außer: In der Nacht auf Sonntag wurden gegen 1 Uhr zwei Pkw beschädigt: An einem Mitsubishi Colt wurde ein Außenspiegel abgebrochen und der Heckscheibenwischer verbogen, an einem VW Scirocco wurde ebenfalls der Heckscheibenwischer verbogen. Die Fahrzeuge waren in einem Feldweg in Richtung Diedesfeld abgestellt.