Neustadt „Von den Eindrücken überwältigt“

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Heute geht für 19 ausländische Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren aus 13 Ländern ein spannendes zweiwöchiges Lions-Jugend-Camp in der Pfalz zu Ende. „Ich bin von allem überwältigt“, sagt Natallia Alechnovitsch aus Minsk, Weißrussland. Auch wenn sie sich wieder auf zu Hause freut, wird sie ihre Gastfamilie vermissen und hofft, sie wieder besuchen zu können.

Ein großes Anliegen der Lions, die als Leitidee „We serve“, also „wir dienen“ auf ihrem Banner haben, ist die Jugendarbeit. Das erklärte Ralf Birk, der für die Lions Clubs Neustadt und Haßloch die Vorbereitungen und Leitung des Camps übernommen hat. „Allerdings wäre das ohne die Unterstützung der befreundeten Lions Clubs aus der Region und ohne mein Team, hier besonders Klaus Hensen vom Haßlocher Lions Club nicht möglich gewesen“. Birk ist sichtlich froh, dass die Pfalz dieses Jahr eine Jugendgruppe betreuen darf. Nächstes Jahr wird wieder eine andere Region für die jugendlichen Gäste ausgewählt. Dass Jugendliche verstaubte Begriffe wie „grenzüberschreitende Völkerverständigung“ oder „interkultureller Austausch“ wirklich erleben können, hat ein abwechslungsreiches Programm ermöglicht. „Wir haben unsere Gäste losgelöst von aktuellen weltpolitischen Themen an unserem Leben teilhaben lassen“, sagt Birk. Die Jugend wolle leben und nicht politisieren und alte Feindschaften weitertragen. Ethnischen und religiöse Unterschiede könnten sie akzeptieren, weil schließlich jeder Mensch unabhängig seiner Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion respektiert werden müsse. „Wir haben immer gehört, die Deutschen seien strikt und ernst“, sagte Dana Rock aus Nazareth, Israel. „Aber ich habe sie ganz anders erlebt. Sie sind alle freundlich und hilfsbereit“, sagt sie. „Ich werde nach dem Schulabschluss ein Jahr für mein Land Dienst beim Militär machen und bekomme dann für meine Ausbildung und Studium Unterstützung“, sagt die Israelin voller Zuversicht. Die internationalen Gäste – unter anderem aus Taiwan, USA, Brasilien und einigen europäischen Ländern - waren erst eine Woche in Gastfamilien untergebracht, die sich noch kleine Extratouren nach Mainz, Straßburg oder Speyer haben einfallen lassen. Einen tiefen Eindruck hinterließ der Besuch des Hambacher Schlosses und die Informationen über seine Geschichte. Offenbar beflügelt vom Geist der Geschichte und Freiheit sangen und tanzten die Jugendlichen spontan und unbeschwert für eine gute Zukunft. In der zweiten Woche war die Gruppe in der Neustadter Jugendherberge zu Gast und hat von da aus den Weinstraßen-Erlebnistag erlebt. Neben dem Bundesverfassungsgericht, besuchte die Gruppe Speyer mit Besichtigung des Doms inklusive Turmbesteigung und erlebte einem Rundgang durch die Großbäckerei Görtz, die neben den Produktionswegen auch ein Frühstück präsentierte. Wie zu hören war, haben sich einige Freundschaften entwickelt. Dana hat zum Beispiel ihrer neuen Freundin Natallia ein hübsches Armband aus ihrer Heimat als Erinnerung geschenkt. Die neuen Medien machen es möglich. Alle haben Internet und können daher über Computer, Laptop oder Smartphone kommunizieren. Vorher aber stellen die Gäste beim Abschiedsabend ihre Länder vor. Warum solltet ihr auf jeden Fall zu uns kommen? Die Jugendlichen werden auf diese Frage ganz bestimmt eine Antwort wissen. |stgi

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