Neustadt Tuchmacherplatz in Lambrecht: Container kommen

Der Tuchmacherplatz in Lambrecht wird gesperrt.
Der Tuchmacherplatz in Lambrecht wird gesperrt.

Der Parkplatz auf dem Tuchmacherplatz in Lambrecht wird ab Monatsende komplett gesperrt, außerdem werden die dortigen Flaschen- und Kleidercontainer entfernt.

Das teilte die Beigeordnete Tanja Bundenthal-Beck (FWG) im Stadtrat mit. Auf dem Parkplatz werden Container für ein Provisorium zur Erweiterung der Kindertagesstätte der Stadt aufgestellt. Angaben von Bundenthal-Beck zufolge sollen die Container am 30. Juni geliefert und aufgestellt werden. Sie können aber nicht sofort genutzt werden, da sie noch eingerichtet und eine Außenanlage aufgebaut werden müsse. Sobald diese Arbeiten beendet sind, könne ein kleiner Teil des Tuchmacherplatzes wieder zum Parken freigegeben werden.

Mit der Bemerkung „sportlich“ kommentierten mehrere Ratsmitglieder den von Bundenthal-Beck vorgestellten Zeitplan. Nach ihren Angaben sind die Container für 15 Monate gemietet, es gebe jedoch die Möglichkeit zur Verlängerung. Die Frage von Simon Lukas Nowotny (CDU) was eine Verlängerung pro Monat kostet, konnte Bundenthal-Beck nicht beantworten. Der Neubau eines Kindergartens auf dem Gelände des Boule- und Wohnmobil-Stellplatzes neben dem Gemeinschaftshaus soll nach Angaben von Bundenthal-Beck im Februar 2027 beginnen und im Februar 2028 fertig sein und die Container dann wieder abgebaut werden. An Pfingsten 2028, das ist am ersten Wochenende im Juni, soll auf dem Tuchmacherplatz das große Geißbock-Festspiel sein, das im fünfjährigen Turnus aufgeführt wird. Überlegungen, das Festspiel auf einen anderen Platz zu verlegen, endeten in der Vergangenheit immer ohne Ergebnis.

Die Miete der Container für 15 Monate kostet knapp 156.000 Euro. Wie Bundenthal-Beck sagte, sind nun aber zwei sogenannte Nachträge erforderlich. So falle ein weiterer Mietbetrag von etwa 32.600 Euro für 15 Monate an, für Podeste am Eingang, einen Klappwickeltisch und den Anschluss für eine Waschmaschine. Robert Westerberger (CDU) regte an, dass die Stadt zumindest den Wickeltisch kauft, denn das wäre weitaus billiger. Allein die Miete für den Wickeltisch schlägt mit 930 Euro zu Buche. Bundenthal-Beck will prüfen, ob das möglich ist. Klaus Nowotny (CDU) kritisierte, dass der von der Stadt beauftragte Architekt bei der Ausschreibung für die Container anscheinend die Podeste vergessen habe.

Der weitere Nachtrag ist nach Angaben von Bundenthal-Beck ein einmaliger Betrag von etwas über 4200 Euro für Sockelblenden, die auch als Unterkriechschutz bezeichnet werden. Die Container stehen nicht direkt auf dem Boden, damit niemand unter die Container kriechen kann, sollen an den Seiten Sockelblenden angebracht werden.

Daniel Wiegner (CDU) und Eva Ockenfuß-Boese (Grüne) forderten eine Aufstellung der Kosten, die für das Provisorium noch auf die Stadt zukommen werden. Wiegner kritisierte, dass die Ratsmitglieder nicht informiert und immer nur Einzelbeträge genannt würden.

„Das kriegen wir hin“, beantwortete Bürgermeister Andreas Ohler (CDU) die Frage von Ockenfuß-Boese, ob für das Container-Provisorium ausreichend Personal zur Verfügung stehe.

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