Ringen TSG Haßloch hamstert Titel bei Rheinland-Pfalz-Meisterschaft.

Sandro Mike Lehr (ASV Ludwigshafen, vorn) im Kampf gegen Oleksandr Kirilenko (TSG Haßloch).
Sandro Mike Lehr (ASV Ludwigshafen, vorn) im Kampf gegen Oleksandr Kirilenko (TSG Haßloch).

Die Starter der TSG Haßloch geben bei den Landesmeisterschaften in Contwig eine gute Figur ab. Sie schneiden sogar besser ab als erwartet.

Ob die ambitionierte Zielvorgabe „fünfmal Gold“ von Haßlochs Jugendtrainer Artur Rimmer von seinen Schützlingen umgesetzt wurde, und warum mehrmals das Aussetzen der Kämpfe angedroht werden musste, das sind zwei Episoden der diesjährigen Landesmeisterschaften.

171 Nachwuchsringer aus 16 Vereinen kämpften am vergangenen Sonntag in der Sporthalle der IGS auf drei Matten im südwestpfälzischen Contwig um die Landesmeistertitel. Einer, der die Trainervorgabe umsetzte, war Davyd Draga. Der Siebenjährige hatte bei den unter Achtjährigen in der Gewichtsklasse bis 26 kg mit Edin Kurpejovic vom VfL Bad Kreuznach einen Gegner in seiner Gruppe. Die vorgegebene Kampfzeit von zwei Runden von je zwei Minuten Dauer, unterbrochen durch eine halbe Minute Pause, verkürzte der jüngste Haßlocher Landesmeister und schulterte seinen Gegner vorzeitig. Auch Noel Ben Hempel (U10 bis 43 kg) setzte die Trainervorgabe konsequent um und siegte ebenfalls durch Schultersieg gegen Andrii Chaika vom Gastgeber und späteren Mannschaftssieger, dem AC Thaleischweiler. Noah Masold und Philip Wegwiz gewannen kampflos den Landesmeistertitel weil es in ihren Gewichtsklassen keinen Gegner gab.

Justin Langlitz makellos

Die meisten Kämpfe, vier an der Zahl, hatte Justin Langlitz (U17 bis 65 kg) zu bestreiten. Besser geht’s nicht: drei Schultersiege und einmal technisch-überlegen gewonnen. „Klasse gekämpft, souveräne Siege“, attestierte Trainer Rimmer. Den fünften Landesmeistertitel erkämpfte sich Niklas Sabelfeld (U12 bis 60 kg) mit zwei Schultersiegen. Dessen Bruder Erik musste krankheitsbedingt aussetzen. „Mit Fieber soll man nicht ringen“, warnte Trainer Rimmer und Sabelfeld fügte sich wenn auch nicht freudig, der Weisung. Am Ende waren es dann statt fünf sogar sechs Goldmedaillen für die TSG Haßloch. Rimmer hat’s mit Freude zur Kenntnis genommen.

Bleibt noch zu erklären, warum Ringsprecher Günter Schneller mehrmals ankündigte, die Kämpfe zu unterbrechen. Die Zuschauer standen statt auf den Rängen an den Mattenrändern. Nur mit Mühe ist es letztlich gelungen, dass sämtliche Kämpfe geordnet über die Bühne gingen.

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