Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TSG Haßloch: Führungsriege tritt im Sommer ab

Gibt am Saisonende sein Amt als sportlicher Leiter bei der TSG Haßloch ab: Thomas Müller (Mitte).
Gibt am Saisonende sein Amt als sportlicher Leiter bei der TSG Haßloch ab: Thomas Müller (Mitte).

Beim Handball-Drittligisten TSG Haßloch zeichnet sich ein Generationswechsel in der Führungsebene ab. Die Planungen laufen, ein Ur-Haßlocher steht im Mittelpunkt.

Handball-Drittligist TSG Haßloch steht vor personellen Veränderungen im Führungsstab. Bereits vor mehreren Wochen hatten die Eheleute Rita und Egbert Best ihren Rücktritt nach über 30 Jahren in der Abteilungsleitung bekanntgegeben. Der sportliche Leiter Thomas Müller sowie der Sponsorenbeauftragte der Mannschaft, Roland Bub, ziehen sich zum Saisonende von ihren Ämtern zurück.

Im Gespräch mit der RHEINPFALZ bestätigt Thomas Müller den kürzlich gefassten Entschluss. Nach 13 Jahren aktivem Engagement und mit Vollendung seines 60. Geburtstages will Müller aus familiären, aber auch aus gesundheitlichen Gründen kürzertreten. „Es waren harte, arbeitsintensive, aber meist auch schöne Jahre als sportlicher Leiter und Mädchen für alles. Speziell die Arbeit mit Rita und Egbert Best sowie Roland Bub liefen immer Hand in Hand und sehr vertrauensvoll“, sagt Müller. Da die übrigen drei Personen ihren Rücktritt erklärt haben, sei es ihm etwas leichter gefallen, den Weg für einen personellen Wechsel auf allen Ebenen zu ermöglichen.

Mannschaft übernimmt

Auf Nachfrage bestätigt Müller, dass er aus Fairnessgründen gegenüber den künftig handelnden Personen aktuell keine weiteren Planungen für die kommende Spielzeit unternimmt. „Es wurde vereinbart, dass die Mannschaft sich ab sofort um die sportlichen Angelegenheiten kümmern wird“, erklärt Müller. Das bestätigt auf Nachfrage Kapitän Kevin Seelos. „Alle bisher verantwortlichen Personen und zuletzt Thomas Müller haben uns ihre Entscheidung mitgeteilt, die wir als Mannschaft auch respektieren“, sagt Seelos. Der 35-jährige hob zugleich das großartige Engagement – insbesondere Rita und Egbert Bests hervor – die seit über 30 Jahren ehrenamtlich immer für die Handballer da gewesen seien und diese vorbildlich unterstützt hätten. „Da verneigen wir uns vor solch einem ehrenamtlichen Engagement, das man nur noch selten findet“, so Seelos.

In seine Dankesworte bezog er Thomas Müller und Roland Bub ein. „Dass es Drittliga-Handball in Haßloch gibt, daran haben sie maßgeblich mitgewirkt. Ohne Thomas Müller als sportlichen Leiter und gemeinsam mit ,Rolle’ als Mann für die Sponsoren wäre manches hier nicht möglich gewesen“, betont der TSG-Kapitän. Das wisse die Mannschaft sehr zu schätzen und werde sich noch bei allen vier Personen besonders bedanken. Dreh- und Angelpunkt sei oftmals Thomas Müller gewesen, der viel Herzblut in die Drittliga-Mannschaft investiert habe. „Solche Leute, die sich für eine Mannschaft so aufopfern, findet man kaum noch“, erklärt Seelos.

Kapitän mit Schlüsselrolle

Müller ging voran, führte die Gespräche mit den Spielern und Trainern und war auch für die Kaderplanung verantwortlich. Dass er auch das eine oder andere Mal emotional reagierte, gesteht der bald 60-Jährige ein. Aber seine Entscheidung jetzt aufzuhören, habe keinesfalls was mit der aktuellen sportlichen Situation zu tun. „Uns war schon zu Beginn der Saison klar, dass der Februar der schwierigste Monat werden wird. Und solch ein Verletzungspech, das wir in den letzten Wochen hatten, habe ich selbst nie erlebt“, stellt Müller fest.

In den künftigen personellen Planungen dürfte jetzt seinem Neffen Kevin Seelos eine Schlüsselrolle zukommen. „Ich bin von klein auf bei der TSG, und mir liegen der Verein und die Mannschaft am Herzen“, sagt Seelos. Der Rückraumspieler, der derzeit an einem Bandscheibenvorfall laboriert und dessen Rückkehr auf das Spielfeld ungewiss ist, ist sich sicher, dass die Bären ihre Ziele – den Klassenerhalt und die Neubesetzungen der freiwerdenden Aufgaben – erreichen werden. Welche Personen künftig sich um die erste Mannschaft der TSG Haßloch kümmern werden, ist aktuell noch offen. Es sollen bereits erste Gespräche stattgefunden haben. Das bestätigt auch Seelos. Die Zeit drängt, da eine einige Verträge mit Spielern sowie mit dem Trainerteam auslaufen. Mit den ersten Entscheidungen für die kommende Spielzeit rechnet Seelos in den nächsten drei bis vier Wochen.

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