Neustadt Tetrapaks hüllen junge Reben ein

Tetrapaks schützen in diesem Weinberg die jungen Reben vor Wildfraß.
Tetrapaks schützen in diesem Weinberg die jungen Reben vor Wildfraß.

Wein mit Milch, Eistee oder Apfelsaft? Im Glas gehen diese Kombinationen gar nicht. In neu angelegten Weinbergen sind sie dagegen immer wieder mal anzutreffen.

„Tetrapaks werden in jungen Weinbergen als Rebschutzhüllen eingesetzt. Sie sind eine kostengünstige Alternative zu Kunststoffröhren oder Netzen aus Kunststoff“, erläutert Andreas Köhr. „Tetrapaks dienen dem Schutz vor Wildschäden (Fraß von Hasen, Kaninchen, Rehen), sorgen für ein gutes Wachstumskleinklima für die erstmalig austreibende Rebe und helfen, Pflanzenschutzmaßnahmen zu reduzieren“, so der Pressesprecher des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz-Süd. Um an solche Verpackungen zu gelangen, müssen Winzer allerdings keineswegs Eistee in großen Mengen süffeln: „Bei den in den Weinbergen eingesetzten Tetrapaks handelt es sich um Ausschussware oder Überproduktion, die dann als Rebschutzhüllen weiter genutzt werden, anstatt diese direkt zu entsorgen. Bei entsprechender Handhabung sind sie auch wiederverwendbar. Vor diesem Hintergrund spricht nichts gegen ihren Einsatz“, erklärt Köhr. Nach dem Gebrauch zerfleddert im Wingert herumliegende oder zusammengetragene und vor Ort verbrannte Verpackungen, bei denen das für den Boden problematische Aluminium übrig bleiben würde, sollte es nach Ansicht des Verbandes nicht geben: „Nach ihrer Nutzung dürfen sie nicht im Weinberg verbleiben. Sie müssen fachgerecht über das Duale System entsorgt werden“, teilt Andreas Köhr mit. Nicht alle Winzer verwenden diese Schutzhüllen, weiß der Pressesprecher: „Der Einsatz von Tetrapaks erfolgt nur auf einem äußerst geringen Anteil der Rebfläche (nur Junganlagen und davon auch nur wenige) und für einen sehr begrenzten Zeitraum im ersten beziehungsweise bis zum zweiten Standjahr des Weinbergs.“

x