FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Tabellenführer Geinsheim empfängt Haßloch zum Derby

Geinsheims Trainer Rudi Brendel sieht den direkten Wiederaufstieg seiner Mannschaft nicht in Gefahr.
Geinsheims Trainer Rudi Brendel sieht den direkten Wiederaufstieg seiner Mannschaft nicht in Gefahr.

NEUSTADT. Am Mittwoch, 18.45 Uhr, wird das am 26. März wegen Unbespielbarkeit des Platzes ausgefallene Derby der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz zwischen dem SV Geinsheim und dem 1. FC 08 Haßloch nachgeholt. Die Geinsheimer gehen als Spitzenreiter mit sieben Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten TuS Knittelsheim und die 08er als Neuntplatzierter mit dem gleichen Polster zur Abstiegszone in diese Partie.

Der vergangene Spieltag verlief für beide Teams unterschiedlich. Während der SVG bei der FG 08 Mutterstadt mit 0:3 unterlag, gelang den Haßlochern mit einem 7:0 gegen Aufsteiger FVP Maximiliansau der bisher höchste Saisonsieg. Für 08-Spielertrainer Ryan Allen ändert dies jedoch nichts an der Ausgangssituation: „Die Rollen sind klar verteilt. Für uns ist das ein Bonusspiel. Wenn wir ausgerechnet beim Tabellenführer die Punkte holen, die uns noch rechnerisch zum Klassenverbleib fehlen, wäre das natürlich schön.“

Haßloch hat wie wir eine gute, aus vielen jungen und einigen erfahrenen Spielern gemischte Truppe, die ich in der Tabelle weiter oben erwartet hätte, als sie sich jetzt befinden. Haßloch wird mit dem Abstieg auch nichts zu tun haben, sollten sie bei uns verlieren“, macht Geinsheims Coach Rudi Brendel seinem Kollegen Mut. Die eigene Niederlage in Mutterstadt betrübt ihn kaum. „Der Gegner war einfach besser. Hätte unser Torwart Marcel Johann nicht so gut gehalten, hätten wir noch höher verloren“, gibt er zu. Ein Problem sei das Fehlen mehrerer Stammkräfte gewesen. „Wir können uns keinen Kader mit 20 gleichwertigen Spielern leisten. Deshalb sind Stammkräfte wie Steffen Wiegerling und Max Stoll, die in Mutterstadt gefehlt haben, nicht so einfach zu ersetzen“, erklärt er.

Direkter Wiederaufstieg nicht in Gefahr

Auch im Falle eines Aufstiegs werde sich an der Geinsheimer Personalpolitik nichts ändern. „Unsere bisherigen vier Neuzugänge kommen alle von den A-Junioren der JSG Gäu, an der wir beteiligt sind“, sagt Brendel. Er sei sich jedenfalls sicher, dass der direkte Wiederaufstieg nicht mehr in Gefahr gerate. „Wir haben noch vier Heimspiele. Wenn wir die restlichen erforderlichen Punkte nicht gegen Haßloch holen, dann später“, ist sich Brendel sicher.

Ryan Allen erwartet am Mittwochabend eine Begegnung, in der die Anzahl der gewonnenen Zweikämpfe entscheiden werde: „Auf dem guten Geinsheimer Rasenplatz wird das sicher ein intensives Spiel.“ Besonders Augenmerk müssten seine Verteidiger auf Julian Herrmann legen, der die Torschützenliste mit inzwischen 30 Treffern anführt. Brendel schätzt die Offensive des Gegners ebenso. „Mit Kenneth Yeboah und Ibrahim Mastrorocco haben sie starke Außenspieler und mit Till Willem ebenfalls einen sehr gefährlichen Stürmer“, sagt er über Haßloch. Für ihn gewinne voraussichtlich die Mannschaft, die das Mittelfeld beherrsche.

Was sich Ryan Allen besonders erhofft, ist, dass sein Team eine bessere Leistung zeigt als am 17. September bei der 0:3-Niederlage im Hinspiel. Damals seien die Geinsheimer klar besser gewesen. dil

x