Fussball
SV Geinsheim feiert Auswärtssieg in Freinsheim
Es waren teilweise kuriose Treffer beim 4:0 (2:)-Auswärtssieg des Fußball-Bezirksligisten SV Geinsheim beim SV Freinsheim. Aber auch wenn Freinsheimer Spieler bei drei Toren unfreiwillig assistierten, muss man sie auch erst einmal derart unter Druck setzen, damit sie diese Fehler begehen. Und druckvoll agierte der hochmotivierte SV Geinsheim, der damit die Chance wahrte, am letzten Spieltag die mit zwei Punkten mehr ausgestattete TSG Jockgrim noch vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen. Die TSG verteidigte den Punktevorsprung mit dem 3:1-Heimsieg gegen den als Absteiger bereits feststehenden 1. FC 08 Haßloch. Jockgrim muss aber am letzten Spieltag beim als Meister feststehenden SV Südwest Ludwigshafen antreten, der SV Geinsheim empfängt am Sonntag, 15.30 Uhr, die VTG Queichhambach.
„Es war ein Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten, aber wir haben dann halt im entscheidenden Moment die Tore gemacht“, analysierte SVG-Trainer Rudi Brendel. Es war vor 100 Zuschauern ein Spiel, das aus Geinsheimer Sicht mit einer Schrecksekunde begann: In der vierten Spielminute bediente der scheidende Freinsheimer Torjäger Schamil Kuduzov seinen Teamkollegen Kevin Klein, der frei vor Geinsheims Keeper Tizian Krimmel stand, der aber zwei Schüsse aus kurzer Distanz glänzend parierte. „Wir hätten in Führung gehen müssen, aber dann machen wir ein Eigentor, das unnötig ist, wo wir nach einem Eckball eine klare Zuteilung haben und beim zweiten Gegentor war es ein Schuss direkt auf den Torwart – den musst Du halt halten“, kommentierte Christian Schäfer den aus Freinsheimer Sicht mehr als ärgerlichen Spielverlauf.
Oft einen Tick aggressiver
Es war die erste Geinsheimer Ecke, nach der der Ball in der 13. Minute in den Strafraum flog und von Dennis Drees ins eigene Tor geköpft wurde. Der SV Geinsheim gab nun den Ton an. Seine Spieler waren meistens einen Schritt schneller und einen Tick aggressiver in den Zweikämpfen, wohl auch deshalb, weil die Motivation, noch um den Relegationsplatz spielen zu können, größer war als jene der Gastgeber, um den vierten Tabellenplatz zu kämpfen. Aber die Freinsheimer hielten dagegen und kämpften sich – angetrieben von Kapitän Thorsten Boller – in die Partie zurück .
Nachdem Freinsheims Keeper Marvin Bonomo bei einer Chance von SVG-Spielführer Julian Herrmann auf dem Posten war (23.), scheiterte auf der anderen Seite Kuduzov ebenso an Krimmel (35.) wie eine Minute später Hannes Weibel. Zwei Schusschancen brachte Weibel wenig später ebenfalls nicht im gegnerischen Gehäuse unter. Dann war wieder Geinsheim an der Reihe. Balleroberung im Mittelfeld, der Pass landete bei Kilian Sturm, der auf dem rechten Flügel relativ unbehelligt durchgestartet war, etwas nach innen zog und dann aus etwa 18 Metern aufs Tor schoss, genauer gesagt auf Marvin Bonomo, dem der Ball zum 0:2 durch die Hände flutschte.
Elfmeter an die Querlatte
Unmittelbar nach der Pause schlug der SV Geinsheim erneut zu. Nach einem weiten Einwurf sah sich SVG-Kapitän zwei Gegenspielern gegenüber, kam aber dennoch zum Schuss, den der Freinsheimer Maximilian Schäfer ins eigene Tor abfälschte. Diese Partie bot in der Tat einige kuriose Szenen. Dazu zählten auch die Konterchancen für die Geinsheimer, die fahrlässig vergeben wurden. So hätte etwa Dustin Maier (57.) ebenso das 4:0 machen müssen wie Kilian Sturm (64.). Da fehlte angesichts der deutlichen Führung offenbar das letzte Quäntchen Konzentration. In der 67. Minute hätte Freinsheim auf 1:3 verkürzen können, aber Schamil Kuduzov schlenzte den Ball an die Querlatte. Dann wieder ein Geinsheimer Konter, schnörkellos gespielt und nach Philip Hirths klasse Pass von Simon Schreck in der 57. Minute zum 4:0-Endstand vollendet.
„Das Ergebnis spiegelt den Verlauf des Spiels eigentlich nicht wider“, analysierte Christian Schäfer sein letztes Heimspiel als Trainer des FV Freinsheim. „Ich bin stolz darauf, was die Truppe heute geleistet hat. So sind sie auch die ganze Woche im Training, dann macht’s auch Spaß. Wir wollten ein Endspiel haben am Wochenende und das haben wir jetzt“, kommentierte Rudi Brendel.