Neustadt Stadtleben: Junge Union lädt die Jugend ein
Den ersten Neustadter Jugendkongress veranstaltet die Junge Union (JU) am Samstag, 13. Mai, 14 bis 17 Uhr, im ehemaligen Gebäude der Zeugen Jehovas in der Gerichtsstraße 6a. Hans-Christoph Stolleis, der Neustadter Vorsitzende der Jugendorganisation der CDU, hat auch die Jusos, die Julis und die Grüne Jugend eingeladen, die Nachwuchsorganisationen von SPD, FDP und Grünen. „Je breiter wir aufgestellt sind, desto mehr Gehör finden wir vielleicht bei der Verwaltung“, erklärt er seine Intention. Auch die Schülervertretungen der Neustadter Schulen und die „Engagierte Jugend“, die aus der Arbeitsgemeinschaft Integration am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium hervorgegangen ist, sind mit im Boot. „Wir haben bereits rund 50 Anmeldungen“, freut sich Stolleis über die Resonanz. Geplant sei, Kleingruppen zu bilden, die sich mit verschiedenen Themen befassen. „Träume, Ideen, aber auch Kritik sollen zur Sprache kommen.“ Das Motto heiße „Deine Stadt. Deine Zukunft. Deine Ideen.“ Am Ende der Veranstaltung soll ein Konzeptpapier verabschiedet werden. „Das ist dann eine Grundlage, die wir der Stadtpolitik als Wunschliste der Jugend präsentieren wollen“, erklärt Stolleis. Die Idee zu der Veranstaltung kommt unter anderem aus Bad Dürkheim. Dort gab es ein vergleichbares Pilotprojekt des Landes mit der rheinland-pfälzischen Jugendministerin Anne Spiegel. Stolleis hat von Vertretern der JU aus Bad Dürkheim berichtet bekommen. Der 23-jährige Weinbau-Student (in Geisenheim) aus Gimmeldingen führt seit zwei Jahren die Neustadter JU mit rund 50 Mitgliedern. Zwölf Neueintritte gab es in den vergangenen zwölf Monaten. „Früher haben wir neue Mitglieder immer erst ansprechen müssen, heute kommt ein Teil davon von selbst, weil sie sich aus eigenem Antrieb politisch engagieren wollen“, beobachtet Stolleis eine zunehmende Politisierung der Gesellschaft auch in seiner Generation. Zum Beginn des Jugendkongresses sprechen Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer, der Landtagsabgeordnete Dirk Herber und der Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger, alle CDU. Stolleis begründet diese Parteinahme mit der Rolle der Partei als Ausrichter: „Das nehmen wir uns dann einfach heraus.“ Eingeladen zum Diskutieren sei aber jeder, man habe bewusst keine Altersbeschränkung ausgegeben. |wkr