Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Stadt und VG Deidesheim: Personalunion nicht einfach

Dieter Dörr
Dieter Dörr

Im Stadtrat Deidesheim hat die CDU nun die absolute Mehrheit. Damit fällt es ihr leichter, ihren „doppelten“ Bürgermeister zu entlasten.

Das spektakulärste Ergebnis bei der Kommunalwahl innerhalb der Verbandsgemeinde Deidesheim verzeichnet die Stadt Deidesheim. Künftig hat die CDU im Stadtrat die absolute Mehrheit. Das heißt, sie ist nicht auf eine Zusammenarbeit oder feste Koalition mit einer anderen Fraktion angewiesen.

Ziel von Bürgermeister Dieter Dörr, seit Mai hauptamtlicher Bürgermeister der Verbandsgemeinde, war es, im Fall seiner Wahl zum ehrenamtlichen Stadtbürgermeister entlastet zu werden – in einem Amt, das zwar ein Ehrenamt ist, aber viel Zeit in Anspruch nimmt. Für Dörr wäre es sicher einfacher, gäbe es diese Personalunion nicht. Doch ein anderer Kandidat, eine andere Kandidatin war nicht in Sicht. Insofern ist es legitim, wenn Dörr zu seiner Entlastung zwei ehrenamtliche Stadtbeigeordnete gefordert hat, die im Gegensatz zu früher beide einen eigenen Geschäftsbereich haben. Angesichts der absoluten CDU-Mehrheit im Rat dürfte das kein Problem sein. Ob die CDU dabei nur auf eigene Leute setzt, bleibt abzuwarten. Doch ist es nie verkehrt, die anderen Parteien einzubinden.

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