Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel SC Neustadt spielt gegen Laatzen um Platz fünf

SCN-Coach Milos Sekulic gibt Anweisungen in einer Auszeit.
SCN-Coach Milos Sekulic gibt Anweisungen in einer Auszeit.

Zwei Spiele zwischen dem SC Neustadt und der SpVg Laatzen entscheiden über die Endplatzierung. Warum der SCN-Trainer den Spielmodus der 2. Bundesliga kritisiert.

Jetzt geht es für Aufsteiger SC Neustadt in der 2. Wasserball-Bundesliga also um Rang fünf. In zwei Finalpartien ist Mitaufsteiger Laatzen der Gegner. Zunächst spielt der SCN am Samstag um 16 Uhr in Laatzen, eine Woche später folgt das Rückspiel um 20 Uhr im Stadionbad.

Für SCN-Coach Milos Sekulic steht schon vorher fest: „Wir spielten eine überragende Saison. Wir haben unser Ziel erreicht. Von 21 Partien, inklusive DSV-Pokal, haben wir nur sechs Mal verloren. Wir haben jeden Gegner in der 2. Liga mindestens einmal geschlagen. Das ist keinem anderen Team in der Liga gelungen. Es ist eine Top-Saison.“ Er bedauert, dafür gebe es aber keine Medaille, jetzt müsse seine Mannschaft noch einmal genug Motivation für die beiden Spiele gegen Laatzen aufbauen. Und er argumentiert weiter, wieso sein Team im heimischen Gewässer so stark abgeschnitten hat. „Wir haben nur das Auftaktspiel zuhause gegen Esslingen verloren, und dann das Viertelfinale im DSV-Pokal gegen den Erstligisten Duisburg“, betont er. Er hofft, dass gegen Laatzen das Team komplett ist, denn „wir wollen Rang fünf erobern.“

1. Liga als Vorbild

Laatzen hat in der Endrunde überrascht. Während in den Rundenbegegnungen Laatzen keines der 14 Spiele gewann, als Tabellenletzter mit einem Minus 83 Toren und null Punkten diese Runde abschloss, glänzte der SCN, belegte Rang drei unter acht Teams und holte 28 Punkte. Doch dann kam beim SCN ausgerechnet Pech, aber auch Unvermögen dazu. Im Viertelfinale in Plauen verlor der SCN ohne Torjäger Timo van der Bosch mit drei Toren Unterschied, konnte aber auch einige Chancen nicht verwerten. Die Hypothek war zu groß und konnte im Rückspiel im Stadionbad nicht mehr getilgt werden.

Sekulic: „Man muss über den Spielmodus der 2. Bundesliga nachdenken. Wir hatten keinen Vorteil davon, dass wir deutlich vor Plauen platziert waren. In der 1. Liga gibt es einen sinnvolleren Modus. Hier wurden die Begegnungen nach dem Modus „best of three“ ausgetragen, das besser platzierte Team hatte zweimal Heimrecht. Mit zwei Heimspielen hätten wir den Makel des Hinspiels zurecht rücken können. Es ist einfach ungerecht, alles auf nur zwei Spiele zu legen, besonders, wenn dann Spieler fehlen.“

Laatzen überrascht im Pokal

Er hofft, dass bei der Tagung zum neuen Saisonbeginn, bei der alle Vertreter der Bundesliga-Vereine zusammen kommen, der Modus reformiert wird. Zumal es das erste Jahr war, nach dem jetzt mit der 2. Liga in dieser Form gespielt wurde. Sekulic: „Der Deutsche Schwimmverband stellt seine Vorstellungen vor, aber die Vereine werden gehört und haben Mitspracherecht. Aber das Thema ist abgehakt für diese Saison. Wir haben die Chance verpasst.“

Laatzen hat dabei durchaus überraschend die Mannschaft aus Uerdingen im Halbfinale geschlagen. „Das war genau so ein Fall, der für „best of three“ spricht. Uerdingen fehlten zwei wichtige Spieler. Ansonsten weiß ich nicht, ob sich Laatzen besonders verstärkt hatte im Winter. Wir werden die Partien analysieren, die wir gegen Laatzen absolviert hatten“, erklärt Sekulic. Da scheint es einen leichten Vorteil für den SCN zu geben, denn Neustadt gewann in Laatzen im November mit 18:13 und feierte im Stadionbad im Februar einen 12:8-Sieg.

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