Handball
Oberliga: Zwei Schwestern bei der TSG Haßloch
Flora Schilling ist beim ersten Kontakt gerade mit Hündin Hilde unterwegs. „Die wilde Hilde“, nennt sie ihren Labrador-Pudel-Mix und lacht. Seit der vergangenen Runde geht die 21-Jährige für die TSG Haßloch aufs Feld. Nach einer kurzen Pause hatte sie sich entschieden, wieder Handball zu spielen. Ihre große Schwester Marlena habe bei der Wahl des neuen Vereins eine große Rolle gespielt, verrät die Studentin der Betriebswirtschaftslehre. Ihr Leben dreht sich derzeit um die Ausbildung, den Handball und natürlich um Hilde.
Marlena Schilling ist schon seit drei Jahren im Großdorf aktiv. Die Erzieherin, die als Rechtshänderin auf halb links im Rückraum aufläuft, freut sich über den geglückten Start in der Oberliga. „Wir hatten ja gleich die schweren Spiele zum Auftakt“, stellt sie fest. Da sei das ausgeglichene Punktekonto schon eine gute Zwischenbilanz. Am Samstag gegen den HC Koblenz (16.30 Uhr, TSG-Halle) sollen möglichst zwei weitere Punkte auf das Konto des Aufsteigers gehen.
Handball seit fünftem Lebensjahr
„Ich glaube nicht, dass wir etwas mit dem Abstieg zu tun haben werden“, stellt Flora Schilling selbstbewusst fest. Sie glaubt, dass am Ende der Saison ein guter Mittelfeldplatz herausspringen wird. Sie sollte es wissen, schließlich spielt sie seit ihrem fünften Lebensjahr Handball. „Ja, ich bin damals hingegangen und es hat mir gefallen“, sagt die Südpfälzerin, die in ihrem Heimatort in Kandel angefangen hat. Und so pendelt sie zwischen der Südpfalz, dem Studienort Karlsruhe und der TSG-Halle hin und her. „Ich denke, dass Marlena und ich die weiteste Anreise zum Training haben“, sagt Flora Schilling.
Ihre Schwester wohnt in Worms und arbeitet in einer Kindertagesstätte in Ludwigshafen. Über die Stationen St. Leon-Rot und Allensbach kam sie nach Haßloch. „Wir trainieren zweimal mit der Mannschaft, hinzu kommt noch ein Krafttraining, das jeder für sich absolvieren kann“, erzählt Marlena. Und fügt hinzu: „Ja zweimal in der Woche ist nicht so häufig, aber wir trainieren dafür auch zwei Stunden.“ Meist treffen sich die Schwestern in der TSG-Halle. „Aber wir machen auch als Mannschaft einiges gemeinsam“, erzählt Marlena Schilling.
Gemeinsam ist den Schwestern das Bedürfnis nach Sport. „Wenn ich nicht gerade mit Hilde unterwegs bin, dann setzte ich mich gern aufs Rennrad“, sagt Flora Schilling. Wandern und andere Sportarten stehen aber ebenfalls auf dem Programm. Sie spielt als Linkshänderin auf der Rechtsaußen-Position. Auf dem Feld hat sie deshalb weniger Kontakt mit Schwester Marlena. Dafür aber wieder danach: „Wir unternehmen auch einiges am Wochenende zusammen. Gerade erst waren wir beim Spiel der Konkurrenz zwischen der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam und den VTV Mundenheim. Und wir fahren auch mal zusammen Fahrrad.“ Am Samstag stehen sie beide wieder gemeinsam auf dem Feld.