Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Neustadt: Vorerst kein Umzug der Diskothek Suite nach Mannheim

Das Suite-Gelände.
Das Suite-Gelände. Foto: Mehn

Über 900 ehemalige Stammgäste der Diskothek „The Suite“ haben mit einer Online-Petition versucht, den Nachtclub wieder zu einem Umzug von Neustadt nach Mannheim zu bewegen. Das Vorhaben, dafür ein ehemaliges Autohaus im Stadtteil Lindenhof zu nutzen, scheiterte am Veto der Stadt Mannheim.

Der Nachtclub hatte 2016 seinen Standort beim Postareal am Mannheimer Hauptbahnhof aufgeben müssen. In Lindenhof wollte Betreiber Torsten Mergell gemeinsamen mit der Neustadter Agentur Media Apes ein „kreatives Zentrum“ für Veranstaltungen schaffen. Die Stadt Mannheim will in dem Gewerbegebiet aber keine Vergnügungsstätte zulassen und verweist auf andere Bewerber für die Immobilie. Man habe den Suite-Betreibern alternative Standorte angeboten, heißt es aus dem Mannheimer Rathaus.

Mergell bezeichnet diese Alternativen „wegen „zu hoher Mieten oder zu großen Investitionen als ungeeignet“. Bereits Mitte 2018 hatte er angekündigt, sich aus Neustadt zurückziehen zu wollen. Damals nannte Mergell den schlechten Publikumszuspruch und Auflagen der Stadt als Grund.

Gespräche mit der Stadt

Das Verhältnis zumindest zur Neustadter Stadtverwaltung scheint sich wieder etwas entspannt zu haben. Mergell spricht nicht mehr davon, unbedingt Neustadt den Rücken kehren zu wollen. Er sei nach allen Seiten offen. Mehr will er auf Anfrage am Telefon nicht sagen und wünscht sich ein ausführliches Gespräch mit der RHEINPFALZ über seine Situation. Die anschließenden Versuche der Kontaktaufnahme über Telefon oder Mail scheitern dann aber in der Folge. Der mehrmaligen Bitte um Rückruf kam der Betreiber nicht nach.

Der Neustadter Baudezernent Bernhard Adams gibt sich gelassen. „Wir sind mit Herrn Mergell ständig im Gespräch und sehen da keine unüberwindbaren Hindernisse.“ Sollte Suite aber nach Mannheim zurückkehren, mache er sich keine Sorgen um den Standort. „Da wird es einen Betreiber geben, der die Fläche für Musikveranstaltungen übernimmt. Dazu habe es bereits lose Anfragen gegeben. „Natürlich sind wir bemüht, ein solches Angebot für Jugendliche in der Stadt zu halten“, so der Beigeordnete.

Ü-30-Party im Januar

Die Diskothek war 2003 in Mannheim gegründet worden und zog 2016 nach Neustadt. Das ehemalige Bahngelände ist kostenfrei von der Stadt gepachtet. Der Betreiber hat nach eigenen Angaben 750.000 Euro in den Standort investiert.

Der erste Höhepunkt für 2020 steht bereits fest. Am 25. Januar ist eine Ü30-Party unter dem Motto „Die besten Hits der letzen 30 Jahre“ angekündigt. Die Zielgruppe an dem Abend wird konkret angesprochen. „Nach dem Herrenweinabend ist vor der Party“, heißt es auf der Internetseite der Diskothek.

Einwurf: Guter Standort

Das Suite-Gelände beim Winzinger Knoten hat sich schnell etabliert. Nachtclubs, die so zentral liegen und keine Nachbarn stören, sind selten. So gesehen stehen die Chance wirklich nicht schlecht, dass der Standort – egal unter welchem Betreiber – erhalten bleibt.

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