Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Neustadt: Internisten und Onkologen ins Ärztehaus

2800 Kubikmeter Beton und 385 Tonnen Stahl stecken in dem Rohbau in der Europastraße.
2800 Kubikmeter Beton und 385 Tonnen Stahl stecken in dem Rohbau in der Europastraße. Foto: Linzmeier-Mehn

Zum Richtfest am Mittwoch hat Gerneralunternehmen Speeter weitere Namen der künftigen Mieter für das Facharztzentrum in der Europastraße verraten: Neben den Radiologen Betsch und Georg wird der Neubau auch Standort für die Onkologen Schering und Tauchmann aus der Maximilianstraße und den Internisten Janvier Kaba Finjab aus der Weinbergstraße.

Auf Initiative der Ärzte Bruno Betsch und Christian Georg hat die Speeter-Gruppe, ein Bauträger aus Bornheim bei Landau, das 5800 Quadratmeter große Grundstück gekauft. Nach Fertigstellung geht das Gebäude an eine private Investorengruppe, die es an die Ärzte vermietet.

Das Erdgeschoss mieten komplett die Radiologen, ebenfalls aus der Weinbergstraße, die seit 2011 einen neuen Standort in Neustadt gesucht hatten. Sie investieren nach eigenen Angaben rund drei Millionen Euro in die neuen Räume. „Wir verfügen dann über zwei neue Computertomographen und drei Kernspintomographen“, erklärt Christian Georg. Laut seinem Kollege Bruno Betsch sprach vor allem die zentrale Lage für den Standort. Er wünscht sich noch eine Linienbusanbindung für das Gewerbegebiet Naulott.

90 Besucherparkplätze

Daniel Bosch, kaufmännischer Leiter der Speeter-Gruppe, kündigte 90 Besucherparkplätze an. Im Süden sind zudem Mitarbeiterparkplätze vorgesehen. Allein die Praxis der Radiologen kommt auf 40 Mitarbeiter. Auf dem Gelände ist noch Platz für einen späteren Erweiterungsbau.

Die Praxis des Internisten Finjab kommt auf acht Mitarbeiter und zwei Ärzte. Am neuen Standort im ersten Obergeschoss sollen es mittelfristig 15 Mitarbeiter und fünf Ärzte sein. Sebastian Schering und Gudrun Tauchmann, die das Dachgeschoss beziehen, beschäftigen zwölf Mitarbeiter in ihrer Praxis.

Noch 770 Quadratmeter frei

Noch zu vergeben sind 220 Quadratmeter im ersten Obergeschoss und 500 Quadratmeter im Dachgeschoss. Sowohl der Bauträger als auch die beteiligten Ärzte wünschen sich weitere Mediziner als Mieter. „Wir hätten gerne ein richtiges Facharztzentrum der kurzen Wege“, so Christian Georg. Die bisher bereits vertretenen Fachrichtungen würden sich hervorragend ergänzen.

Einzug im August 2020

Die Bauarbeiten für das Elf-Millionen-Euro-Projekt (ohne den Innenausbau) liegen im Zeitplan. Einzug soll laut Bosch im August 2020 sein.

„Facharztzentren sind ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Ärztemangel, der künftig auch die Mittelstädte beschäftigen wird“, sagte Oberbürgermeister Marc Weigel. Die Verwaltung werde den Wunsch nach einer Linienbusanbindung prüfen. Die Breitbandanbindung des Gewerbegebietes sei schon im Zusammenhang mit dem benachbarten 8com-Neubau verbessert worden. Davon könnten sicherlich auch die Ärzte profitieren.

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