Neustadt Neustadt: Berufstierrettung als „Helden für Tiere“ geehrt
In Neustadt ist sie ehrenamtlich unterwegs, wenn ein Tier in Not ist. Wie Anfang Oktober eine Ratte. Auch für solch einen Nager rückte die Berufstierrettung aus.
Für die Rettung einer Ratte Anfang Oktober in der Neustadter Adolf-Delp-Straße ist die Berufstierrettung Rhein-Neckar von der Tierschutzorganisation Peta mit der Urkunde „Helden für Tiere“ ausgezeichnet worden. Am 9. Oktober waren Anwohner der Straße durch ein lautes Piepen alarmiert worden: Eine Ratte war in einem Gitterrost steckengeblieben, als sie vermutlich die Kanalisation verlassen wollte. Die verständigte Berufstierrettung Rhein-Neckar mit Sitz in Hochdorf-Assenheim befreite das entkräftete Tier mit einem Bolzenschneider. Im Anschluss wurde es von einem Tierarzt versorgt und in die Freiheit entlassen.
Bensheimer Fall sorgte für Medienecho
Im Februar hatte es ein ähnlicher Einsatz der Berufstierrettung im hessischen Bensheim bis in das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ geschafft. Dass Ratten gerettet werden müssten, komme häufiger vor, so Tierrettungsleiter Michael Sehr auf RHEINPFALZ-Anfrage. Wegen einer Ratte auszurücken, sei für ihn und sein Team ebenso selbstverständlich wie wegen eines anderen Tiers.
Überall dort, wo die Berufstierrettung keinen Vertrag mit einer Kommune hat, ist sie ehrenamtlich im Einsatz. Der Einzugsbereich geht von Heidelberg bis Kirchheimbolanden. „Wenn es für uns machbar ist, unterstützen wir Polizei und Feuerwehr immer gern ehrenamtlich“, sagt Sehr.
Die Peta-Urkunde „Helden für Tiere“ freut ihn natürlich. Vor allem auch deshalb, weil viele denken würden, die Berufstierrettung würde für jeden Einsatz bezahlt. Die Urkunde sei eine Anerkennung dafür, „dass unser Einsatz nicht immer selbstverständlich ist“.
Peta: Dank an alle Tierretter
Peta wiederum will sich mit der Urkunde bei allen Tierrettern im Neustadter Fall bedanken: beim Team aus Hochdorf-Assenheim und bei den Anwohnern der Adolf-Delp-Straße. „Besonders freut uns dies, weil die faszinierenden Tiere gemeinhin einen schlechten Ruf haben“, heißt es in der Pressemitteilung der Tierschutzorganisation.