Neustadt Nach nur einem Jahr Führungswechsel beim Arbeitskreis Asyl
Elli Proswitz-Stuck und Acram Shendi wurden vergangenen Freitag bei der Mitgliederversammlung zur neuen Doppelspitze des Arbeitskreises (AK) Asyl gewählt. Proswitz-Stuck hat bereits die Webseite sowie seit Juni 2021 die Organisation der Ehrenamtlichen in der Beratungsstelle betreut.
Klaus Eichelberger und Michael Landgraf waren 2020 als Nachfolger der langjährigen Vorsitzenden Ulrike Gauglitz und Annette Aumüller gewählt worden, die sich aus gesundheitlichen beziehungsweise privaten Gründen zurückgezogen hatten. Gründe für den jetzigen Führungswechsel werden in einer Pressemitteilung nicht genannt. Landgraf will nach eigenen Angaben unter anderem als Stadtratsmitglied und als stellvertretender Vorsitzender des Beirats für Migration und Integration mit dem Thema Asyl verbunden bleiben.
Zuschuss von Stadt hilft
Derweil berichtete er, dass Asylbewerber zuletzt wegen Corona weiterhin über Telefon sowie über virtuelle Kontakte betreut wurden, auch dann, als die Beratungsstelle zeitweise geschlossen war. Rund 30 Familien und etwa 20 Einzelpersonen werden auf Basis von Vollmachten unterstützt. Mit den städtischen Behörden sei im Frühjahr 2021 ein wiederkehrender Zuschuss für die Beratungsarbeit des AK Asyl in Höhe von 5000 Euro vereinbart worden, berichtete Landgraf. In diesem Zusammenhang seien Förderrichtlinien festgelegt worden, die Betreuenden sowie Behörden größere Klarheit verschafften. Landgraf hob die Bedeutung der im Sommer 2020 entstandenen Neustadter Initiative Seebrücke um Matthias Lambrich hervor, da sie alle regionalen Akteure in Sachen Asyl bei Aktionen wie „Run for Rescue“ vernetze.
Schatzmeister Eckart Wollner berichtete, dass der AK neben seinen Grundkosten von 3000 Euro zusätzlich 12.000 Euro für seine Aufgaben, vor allem für Zuschüsse in Notsituationen sowie für Darlehen verwendet habe. Aufgrund eines geringer werdenden Spendenaufkommens sei die Arbeit des Vereins ohne den Zuschuss der Stadt kaum möglich, sagte Wollner.