Neustadt mein mitbürger: Neustadt das Ende einer Odyssee

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Der 28-jährige Desbele Tesfamhret ist ein Flüchtling aus dem kriegs- und krisengeschüttelten Eritrea. Die jahrzehntelange Kriegszeit, erzählt Desbele Tesfamhret, habe dazu geführt, dass die Regierung immer noch handle, als sei das Land im Krieg. Jeder, vom Jugendlichen bis zum Greis, müsse Waffen tragen. Der Wehrdienst sei endlos. Er selbst sei willkürlich ins Gefängnis geworfen worden, doch sei ihm die Flucht gelungen. Mit Hilfe seiner Familie konnte er Schlepper bezahlen, die ihn und viele andere nach Europa brachten, mit dem Lastwagen durch die Sahara, in ein Lager in Libyen, mit dem Schiff nach Sizilien. Wie so viele Flüchtlinge, entzog sich 28-Jährige der Registrierung durch die italienischen Behörden, denn er wollte nicht in Italien bleiben. Sein Ziel war Deutschland. Über Rom und Paris reiste er per Zug in die Bundesrepublik und kam nach einer Kontrolle der Bundespolizei in die Aufnahmestelle für Asylsuchende in Trier. Nun ist er seit Juni in Neustadt, kann sich auf Englisch verständigen und spricht schon etwas Deutsch. In Eritrea hat er eine Bachelor-Prüfung in Psychologie absolviert. Er erwartet nicht, in dem Beruf arbeiten zu können, weil dieser zu sehr an die jeweilige Kultur gebunden sei. Vielleicht, so hofft er, kann er eine Ausbildung als Sozialarbeiter machen. (inki)

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