Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Marc-Robin Eisel bleibt Trainer der Haßlocher Oberliga-Frauen

Marc-Robin Eisel zieht es später eher mal als Trainer in den Männerbereich. Aber das ist noch Zukunftsmusik.
Marc-Robin Eisel zieht es später eher mal als Trainer in den Männerbereich. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Noch vier Spieltage, dann ist Schluss in der Oberliga der Frauen. Die Haßlocherinnen bleiben als Aufsteiger in der Liga. Im November hatte Marc-Robin Eisel das TSG-Team kurzfristig übernommen. Er bleibt in der nächsten Saison der TSG-Coach.

Das Hinspiel gegen den jetzigen Tabellenneunten TV Bassenheim, der am Samstag (18 Uhr, TSG-Sportzentrum) in Haßloch zu Gast ist, hatten die Haßlocherinnen Anfang Dezember knapp mit 28:29 verloren. „Das war ein ganz, ganz enges Spiel“, sagt Marc-Robin Eisel. Der 23-Jährige erinnert sich daran auch deshalb genau, weil er gerade seit rund einem Monat verantwortlicher Trainer der TSG war. „Ich war selbst unterwegs zu unserem Auswärtsspiel in Dresden beim HC Elbflorenz, als ich eine Sprachnachricht bekommen habe, dass Peter Motz zurückgetreten ist. Ich hab’ dann auch gleich ’ne Nachricht losgeschickt an den Sportlichen Leiter Peter Wingerter, dass ich das interimsmäßig übernehme“, erzählt der Spielmacher des Zweitligisten Eulen Ludwigshafen.

Der Wechsel der Rolle fiel ihm nicht sonderlich schwer. „Bei den Spielen war ich ja sowieso meist dabei“. Er sei zuvor ja auch schon Cotrainer des Teams unter dem vorherigen Coach Peter Motz gewesen, in dem seine Freundin Lucie Krein mitspielt. Die angehende Lehrerin bestreitet nach ihrem Kreuzbandriss im linken Knie und dem operierten Knorpelschaden derzeit ihre Reha-Zeit in Saarbrücken. „Sie kann auch schon wieder drei Kilometer am Stück joggen und plant, gegen Endes des Jahres wieder zu spielen“, sagt Eisel, der zusammen mit Krein in Mundenheim lebt.

Früher schon im Traineramt

Erfahrung hatte Eisel auch schon als Cotrainer bei den Frauen des Oberliga-Konkurrenten SV 64 Zweibrücken gesammelt, zudem hatte er dort die männliche B-Jugend in der RPS-Oberliga gecoacht. „Die Anfangszeit war richtig stressig“, verrät Eisel dennoch über den Einstieg als Chef der Haßlocher Frauen. Seit August des vergangenen Jahres absolviert er neben dem Profisport eine Ausbildung bei der Sparkasse Vorderpfalz. „Das war insgesamt ein anderes Pensum als vorher als BWL-Student in Kaiserslautern. Aber die Sparkasse unterstützt mich als Eulen-Spieler da sehr gut“, sagt er.

Intensiv sei die erste Phase mit den Haßlocher Frauen gewesen, „ich hab’ da sehr viel Zeit investiert, allein 16 Einzelgespräche geführt, um zu hören, was die Frauen wollen“. Dazu kam die Absprache mit dem aushelfenden Cotrainer des Männer-Drittligisten TSG Haßloch, Philip Rogawski, „und wir haben ja auch die ersten fünf Spiele verloren“. Er stellte dann erst mal die Abwehr minimal um und verkleinerte das Playbook mit den Spielzügen, wollte sich mit den TSG-Frauen eher auf die Grundlagen fokussieren. Einmal pro Woche sei er immer im Training gewesen, einmal Rogawski, dazu sei noch die Videovorbereitung für die Spiele gekommen.

„Mädels sind viel dankbarer als Männer“

„Männer- und Frauenhandball sind komplett zwei paar Schuhe“, sagt er aus seiner Beobachtung in dieser Saison. Im Frauenhandball mache es vor allem deshalb viel Spaß, „weil die Mädels viel dankbarer sind als Männer“, stellt er fest. Auch ein Grund dafür, dass er in der kommenden Spielzeit als Cheftrainer doch weitermacht. „Ganz lange war das gar kein Thema, und es hat gar keiner mit mir darüber geredet. Aber es ist inzwischen eine Entwicklung zu sehen, und ich bin noch nicht fertig hier“, sagt Eisel. Das passe auch deshalb gut, weil er noch ein Jahr bei den Eulen unter Vertrag sei. Mit Benedikt Hettich bekommt er dann einen neuen Coach an seine Seite. „Dieses klassische Trainer-Cotrainer-Ding will ich gar nicht, ich stehe in der Hierarchie vielleicht nur ein paar Millimeter höher da.“ Später zieht es ihn als Trainer eher mal in den Männerbereich.

„Wir wollen in den letzten vier Wochen jetzt noch mal richtig Gas geben. Ich freue mich auf unser Heimspiel am Samstag gegen Bassenheim, das ist eine sehr routinierte Mannschaft“, sagt Eisel. Außerdem könnte sein Team als derzeitiger Tabellensechster (26:22 Punkte) mit einem Erfolg den sechsten Sieg in Folge einfahren.

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