Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Landesgartenschau: Leser liefern kreative Ideen

Auf dem Deponiehügel kann sich auch Leser Jörg Fröhlich einen Aussichtsturm vorstellen.
Auf dem Deponiehügel kann sich auch Leser Jörg Fröhlich einen Aussichtsturm vorstellen.

Die Stadt hat schon so einige Ideen für eine mögliche Landesgartenschau im Osten Neustadts, sollte sie den Zuschlag dafür bekommen. RHEINPFALZ-Leser sind am Montag unserem Aufruf gefolgt und äußerten am Telefon ihre eigenen Vorstellungen. Diese könnten in der Bewerbung, die bis Oktober abgegeben werden muss, berücksichtigt werden.

Astrid Waller aus Mußbach und ihre 20-jährige Tochter Julie haben sich über die Feiertage Gedanken gemacht, wie eine Landesgartenschau (LGS) in Neustadt aussehen könnte. „Eine Minigolfanlage fehlt in Neustadt noch. Die könnte die LGS überdauern“, sagt Waller. Ansonsten seien Angebote insbesondere für junge Erwachsene denkbar, die in das Gelände integriert werden könnten und nicht extra angelegt werden müssten, etwa eine Slackline zum Balancieren oder Bodentrampoline, die auch dem Gewicht von Erwachsenen standhalten. Auch die Trendsport Crossboule, eine Erweiterung des Boules, sei möglich.

Der große Wunsch der Wallers ist eine überdimensionale Murmelbahn, ähnlich wie im Kinderzimmer, nur viel größer. „Die könnte am Eingang des Areals beginnen und über mehrere Ebenen angelegt werden. Die Besucher könnten am Eingang ihre Kugel oder ihren Ball auf die Bahn legen und sie irgendwo anders wiederfinden“, sagt die Mußbacherin.

Auch ein Klanggarten mit Flächen, die beim Drüberlaufen Töne erzeugen, schwebt den Wallers vor, „eine Art Trittorgel“. Oder ein Duftgarten, ähnlich wie an der Minigolfanlage in Deidesheim. Natürlich soll auch das Thema Gartenbau nicht zu kurz kommen. Bei einer Obstbaumschau könnten etwa alte und neue Pflanzen präsentiert werden, die in der Pfalz gut gedeihen. Direkt bedienen könnten sich die Besucher an einem Naschgarten, wo es auch Hintergrundinformationen geben soll, damit die Idee mit nach Hause genommen wird, sagt Waller: „So trägt die LGS Früchte.“

Sie selbst war bei der LGS 2015 in Landau Referentin im sogenannten grünen Klassenzimmer, ein Lernort im Freien. „Ich stelle mich auch in Neustadt gerne zur Verfügung“, bietet Waller an.

Aussichtsturm auf Monte Vino
Als „Region, wo man träumen darf“ bezeichnet Jörg Fröhlich das Gebiet, wo im besten Fall die Landesgartenschau ausgerichtet werden soll. Der Neustadter hat vor allem den Hügel der Altdeponie im Blick: „Ich mag die Idee, auf die Spitze einen weithin sichtbaren Aussichtsturm zu bauen, ich denke da etwa an den Turm in Landau.“ So hätte man beim Sonntagsausflug einen prima Blick über die Region, ohne zur Kalmit fahren zu müssen. Ein Modell hat er auch schon vor Augen, hat doch sein Sohn als Schüler der Berufsbildenden Schule erst kürzlich einen von der rheinland-pfälzischen Ingenieurkammer ausgerufenen Wettbewerb mit einem Turmmodell gewonnen. Den Turm könne man auch gleich mit dem für Neustadt typischen Thema verbinden: dem Wein. „Somit könnte aus dem als Monte Scherbelino verschrienen Hügel der Monte Vino werden“, schlägt Fröhlich vor.

Barfuß-Lehrpfad und Kneipp-Becken
Ein Kneipp-Armbecken oder einen Barfuß-Lehrpfad kann sich Horst Dittmann vorstellen. Der Vorsitzende des Kneipp-Vereins Neustadt weiß, dass die Wasseranwendungen des Kneipp-Landesverbands bei den Besuchern der LGS in Landau vor rund fünf Jahren „ganz gut angenommen“ wurde: „Die Leute waren im Sommer ganz angetan davon.“ Der Verein könnte sich möglicherweise auch finanziell mit einem kleinen Beitrag beteiligen, sagt Dittmann.

Telefon-Hotline

Bis einschließlich Freitag, 8. Januar, täglich von 11 bis 11.30 Uhr unter 06321/8903-40, am Telefon für Sie: Redakteurin Jennifer Back.

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