Neustadt Land und Leute:

MECKENHEIM. Sie leben in Afrika, im Südwesten von Asien und Nordwesten von Vorderindien. Bei uns gibt es sie in freier Wildbahn nicht: die geselligen Großkatzen, Löwen genannt, mit gelbem Fell und stattlicher Mähne. Martina Dopp und Heidi Anders gelang es, gezähmte Exemplare in Meckenheim anzusiedeln. Doch keine Angst, die 17 Kätzchen sind aus Plüsch und hinter Glas in einem Tiergehege namens Macko-Schrein. Er hängt neben dem Amtszimmer von Bürgermeister Heiner Dopp. Die „Mackoanerinnen“ und „Mackoaner“ sind die symbolischen Nachkommen der ersten Meckenheimer. Der Name Meckenheim wird nämlich als „Hof des Macko“ gedeutet. Dabei ist Macko eine Kurzform von Namen wie Maginhard oder Meinhard. In ihrer gegenwärtigen Doppelfunktion verkörpern die Mackos Bürgerinnen und Bürger, die sich um den Ort verdient gemacht oder Außergewöhnliches ehrenamtlich geleistet haben. Oder sie stehen für bedeutende Jubiläen. Damit sie für jedermann im Schrein zu erkennen sind, haben Martina Dopp und Heidi Anders die Maskottchen in ihren „Repräsentationsdress“ eingekleidet und mit Insignien ausgestattet. Der erste Ehren-Macko ist der Weihnachtslöwe. Es gibt unter anderem einen Elternlotsen-, Bücherei-, und SPD-Macko, einen für den Trachtenverein, ein Pärchen für die Partnerschaft mit Lugny in Frankreich (Burgund), für Weinprinzessin Andrea und sogar einen Macho-Macko. Zu besichtigen ist die Sammlung mit den individuelle Plüschlöwen im Rathaus Meckenheim. Das Rathaus ist montags, mittwochs und freitags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. (awk)