kommentar Kommunalwahl in Maikammer: Frischer Wind von außen

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Nach Jahrzehnten der Polit-Dominanz wird die CDU in Maikammer abgestraft. Das kann eine Chance sein.

Es passt nicht ganz zum Abwärtstrend, den das Berliner Ampel-Bündnis aus SPD, Grünen und FDP derzeit in bundesweiten Umfragen erlebt. Laut diesen zeigen die SPD-Pfeile nämlich nach unten. Das hat auch das EU-Wahlergebnis bestätigt, wo die einst stolze Arbeiterpartei gerade mal 14 Prozent einfuhr. In Maikammer hingegen erlebten am Sonntag nicht die Sozialdemokraten ein Beben, sondern die CDU. Im Verbandsgemeinderat verloren die Christdemokraten fast zehn Prozentpunkte an Stimmen, im Ortsgemeinderat sogar 20 – eine deutliche Wählerwatsche. Profitieren konnte in beiden Fällen die Grünen und die FWG – die teilweise mit Rekordergebnissen neu einzogen. Das zeigt: Nach Jahrzehnten, in denen die CDU faktisch allein herrschte, sehnen sich die Menschen nach einem Wechsel und nach Veränderung. Das hat den Parteien und Gruppierungen, die neben der CDU in den Räten saßen, aber nicht geholfen. Der frische Wind ist also von außen gekommen – das haben die Bürger so entschieden. Folge: Beide Räte werden vielfältiger, es gibt mehr Meinungen, und Mehrheiten zum Gestalten, sind nicht automatisch vorbestimmt.

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