Neustadt Kommentar: In Zukunft investiert

1,3 Millionen Euro – es ist eine gewaltige Summe, die die Gemeinde Maikammer in die Sanierung und Erweiterung des katholischen Kindergartens gesteckt hat. Damit hat sie aber mit ihren insgesamt zwei erweiterten Kindertagesstätten die Voraussetzungen für die Betreuung der Kinder in Maikammer für die nächsten Jahre erledigt und zwei Einrichtungen, die alle Anforderungen auch an die Ganztagsbetreuung erfüllen. Die Kirchenstiftung hätte diese Investition nicht stemmen können. Es wurde daher eine Konstruktion gewählt, die es in anderen Gemeinden – Deidesheim zum Beispiel – auch gibt: Der kirchliche Träger übernimmt weiter den Betrieb, die Gemeinde übernimmt die Immobilie. Das belastet den Haushalt der Gemeinde. Es ist aber auch eine Investition in ihre Zukunft. Maikammer ist nach wie vor ein beliebter Wohnort. Die Einwohnerzahl ist in den vergangen Jahren gestiegen, die Neubaugebiete waren begehrt. Und das, obwohl die Grundstückspreise beachtlich sind. Für den Haushalt wirkt sich das positiv aus. Denn der Anteil an der Einkommensteuer ist die größte Einnahmequelle der Gemeinde. Sie ist neben der allgemeinen Entwicklung im Land auch vom Einkommensteueraufkommen in der Gemeinde selbst abhängig. Nur wenn Maikammer ein attraktiver Wohnort für Familien bleibt, kann auch dieser Teil der Einnahmen sich weiter positiv entwickeln. Und dazu gehört, dass die Betreuung der Kinder auf gutem Niveau gesichert ist.