Neustadt Kangalhündin besetzt Wohnzimmer

Ein ungewöhnlicher Hilferuf hat die Polizei am Mittwoch um 20.30 Uhr erreicht: Eine Kangalhündin hatte das Wohnzimmer einer Landauer Familie in Beschlag genommen und ließ niemanden mehr hinein. Der Familienvater hatte schon länger den Wunsch, für sich und seine drei Kinder einen Hund anzuschaffen. Am Mittwoch kaufte er ein Tier von einem Hundebesitzer in Neustadt. Tagsüber gab es zunächst auch keine Probleme. Die begannen am Abend, als die Familie im Wohnzimmer saß und die Hündin anfing zu bellen und zu knurren. Durch ein Ablenkungsmanöver gelang es der Familie, das Wohnzimmer unbeschadet zu verlassen und die Tür zu verschließen. Von diesem Moment an prägte sich das Revierschutzverhalten der Hündin besonders stark aus, und sie ließ niemanden mehr ins Wohnzimmer. Laut Polizei ist ein Kangal ein großer türkischer Hirtenhund, der bis zu 70 Kilogramm schwer und 75 bis 80 Zentimeter groß werden kann. Unser Archivbild zeigt einen Rüden. Die Rasse zeichne sich durch ein ausgeprägtes Revierverhalten sowie einen eigenwilligen Charakter aus. Der Familienvater bat in seiner Verzweiflung die Polizei um Hilfe. Die Beamten zogen eine Kollegin der Diensthundestaffel hinzu. Ehe die Hündin betäubt, die Tierrettung verständigt und der Transport in ein Tierheim erwogen werden musste, konnten die Polizisten den letzten Hundehalter aus Neustadt erreichen. Dieser kam dann nach Mitternacht nach Landau gefahren. Er schaffte es, die Hündin zu beruhigen und sie aus dem Wohnzimmer zu führen. Der Kauf wurde rückgängig gemacht, und der ehemalige Hundebesitzer nahm seine Hündin wieder mit.