Hochdorf
Handball: TSG Haßloch siegt, ist aber unzufrieden
Trainer Tobias Job freute sich jedoch nicht. Seine Sieben behielt im Derby bei der mHSG Friesenheim-Hochdorf mit 30:27 (18:15) die Oberhand. „Das einzige Positive, was ich mitnehmen kann, ist, dass wir gewonnen haben. Aus Trainersicht kann ich nicht zufrieden sein. Wir haben nicht das abgerufen, was wir uns vorgenommen hatten. Darüber werde ich mit der Mannschaft sprechen“, sagte Job.
In der Tat verschliefen die Bären, die nach ihren eigenen Angaben „heiß wie Frittenfett“ aufs Derby waren, den Start, während die ersatzgeschwächten Gastgeber um Trainer Matthias Polifka einen Start nach Maß hinlegten. Die Gastgeber führten nach 18 Minuten mit 10:7.
Jobs knallharte Worte
Da legte Tobias Job die Grüne Karte zur Auszeit auf den Tisch. Seine knallharten Worte zeigten Wirkung: Florian Kern und Lars Hannes verkürzten auf 9:10. Die mHSG geriet in Bedrängnis, Haßloch wirkte aggressiver und glich vor der Pause zum 14:14 aus. Ein Ruck ging durch die Mannschaft. Es folgten noch vier Tore in Folge von Lars Hannes, Elvijs Borodovskis (2x) und Flo Kern zum 18:14.
Aber die junge Mannschaft der mHSG gab sich nicht geschlagen. Yannick Muth, Neuzugang aus Leutershausen, machte Tempo, fand nicht nur die Lücken in der Abwehr, sondern gefiel auch als Zuspieler an den Kreis. Steffen Dietz glich zum 21:21 (41.) aus. Es kam für die TSG noch schlimmer: Florian Kern und Julius Herbert erhielten kurz hintereinander eine Zeitstrafe. Leo Pfeil und Steffen Dietz erhöhten auf 23:21.
Matchwinner Bitz
Haßlochs Torhüter Marco Bitz erwies sich aber als Fels in der Brandung: Bitz, der aus beruflichen Gründen kaum am Trainingsbetrieb teilnimmt, war der Matchwinner. Davon profitierte auch Kevin Seelos, der mit einem Doppelschlag zum 25:25 ausglich. Es blieb spannend. Bitz parierte erneut beim 27:27 einen Siebenmeter. Dann trafen nur noch die Bären. „Unsere Möglichkeiten waren nach dem Ausfall von Marc Robin Eisel (Einsatz bei den Eulen) und Marvin Gerdon (krank) eingeschränkt, aber ich muss meiner Mannschaft, so wie sie aufgetreten ist, ein großes Kompliment machen“, meinte Polifka, dessen Serie als Trainer ohne Niederlage am Samstag ein Ende nahm.
So spielten sie
TSG Haßloch: Bitz (1), Schlingmann– Seelos (4), Götz, Borodovskis (7/3), - Kern (5), Gregori (1) – Messerschmidt (3) – Hannes (3), Triebskorn, Surblys (3), Julius Herbert (1) , Zech (1), Konstantin Herbert (1).
Spielfilm: 4:1 (5.), 7:6 (11.), 8:7 (14.), 10:7 (18.), 13:12 (23.), 14:14 (26.), 15:18 (30. Hz.), 17:19 (33.), 18:21 (35.), 21:21 (38.), 24:22 (44.), 25:25 (50.), 27:28 (56.), 27:30 (60, Ende). Siebenmeter: 4/2 – 3/3 - Zeitstrafen: 10/12 – Rote Karte: Surblys (46., dritte Zeitstrafe) - Beste Spieler: Corazolla, Sorda - Bitz, Borodovskis, Kern; Zuschauer: 350; Schiedsrichter: Bley/Tarka (Schlüchtern).