Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: TSG Haßloch gegen TSB Heilbronn-Horkheim

Kreisläufer Lars Hannes will für die TSG Haßloch deutlich mehr spielen als bisher.
Kreisläufer Lars Hannes will für die TSG Haßloch deutlich mehr spielen als bisher.

Seit vier Jahren trägt Lars Hannes das Trikot der TSG Haßloch. Der 22 Jahre alte Kreisläufer hat sich in der Dritten Liga etabliert. Dennoch wirkt der Auszubildende vor dem Heimspiel gegen Heilbronn nicht so glücklich wie sonst.

Er nimmt kein Blatt vor den Mund. „Wenn man auf die Tabelle schaut, dann kann man einfach nicht glücklich sein“, sagt Hannes. Die TSG Haßloch hinkt ihren eigenen Ansprüchen hinterher. Nur 2:8 Punkte stehen nach fünf Spieltagen zu Buche. Das ist zu wenig, um frühzeitig der Abstiegsrunde zu entgehen. Schon am Samstag will die Mannschaft von Trainer Thomas Müller gegen den Tabellendritten TSB Heilbronn-Horkheim (Samstag, 19.30 Uhr, TSG-Sportzentrum) wieder für ein Erfolgserlebnis sorgen. „Es ist ein Heimspiel. Wir sind heiß“, betont Hannes.

Daran ändert nichts, dass diesmal Theo Surblys wegen einer Fersenverletzung nicht mitwirken kann. Ob Julius Herbert und Kapitän Kevin Seelos spielen, bleibt abzuwarten. Die beiden haben sich wegen Grippe vom Trainingsbetrieb abgemeldet. Die knappe Niederlage beim Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen II hat Hannes bereits abgehakt. Dennoch gibt dieses Spiel genügend Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben. „Wir wissen, was wir können. Es muss eben alles passen, damit wir als Sieger vom Platz gehen“, meint der in Ludwigshafen-Friesenheim lebende Kreisläufer, der dreimal wöchentlich in einer Fahrgemeinschaft mit Dennis Gregori, Florian Kern und Daniel Schlingmann ins Großdorf zum Training fährt. Dann ist die aktuelle Situation der Bären, die derzeit in der Staffel F im unteren Tabellendrittel rangieren, ein Gesprächsthema.

Immer wieder fallen Spieler aus

Woran liegt es? „Das ist eine gute Frage“, sagt Hannes. Er wirkt nachdenklich. „Die Vorbereitung lief für mich persönlich ganz ordentlich, auch wenn wir immer wieder mit personellen Ausfällen zu kämpfen hatten.“ Doch fiel der Blondschopf gleich zu Beginn der Saison aus. Im Abschlusstraining für das zweite Rundenspiel knickte er um. Dann plagte ihn eine Gehörgangentzündung. Deshalb ist er erst in der jüngsten Partie gegen die Junglöwen wieder zur Mannschaft zurückgekehrt. Auch hat er mit der Verpflichtung des Zweitliga-erfahrenen Kreisläufers Lino Messerschmidt deutlich an Spielanteilen eingebüßt.

„Ich war schon überrascht, dass noch ein dritter Kreisläufer verpflichtet wurde“, gesteht er. „ Aber ich sehe es positiv. Lino ist ein ganz anderer Spielertyp als ich. Wir verstehen uns untereinander auch gut.“ Hannes macht kein Geheimnis daraus, dass er auf mehr Spielanteile drängt: „Ich bin auch bereit, auf anderen Positionen zu spielen, wenn der Trainer das wünscht.“

Unzufriedener Hannes

Das könnte gegen Heilbronn der Fall sein, wenn einige etablierte Kräfte ausfallen sollten. Hannes’ Unzufriedenheit ist ein wenig zu spüren. Der Trainerwechsel von Tobias Job auf Thomas Müller brachte für ihn noch nicht den nächsten Entwicklungsschritt. Und zum Saisonende läuft sein Vertrag bei der TSG aus. Wie es dann weitergehen wird, darüber hat er sich „noch keine großen Gedanken“ gemacht. Vielmehr beschäftigt ihn die aktuelle sportliche Situation. Lars Hannes ist wenig optimistisch, dass die Bären nach der Saison unter den ersten Sechs landen werden und damit der Abstiegsrunde entgehen. Es fehlen einfach jetzt schon zwei oder gar vier Punkte auf dem TSG-Konto. Der 22-Jährige lässt sich aber nicht unterkriegen: „Wir haben gegen Heilbronn bisher keine schlechten Spiele gemacht. Aber diesmal brauchen wir auch die Punkte.“ Er hofft auf den nächsten Befreiungsschlag vor eigenem Publikum.

x