Neustadt
Handball-Drittligist TSG Haßloch empfängt Heilbronn-Horkheim
Hassloch. Es ist diesmal das Wiedersehen zwischen Denni Djozic und Oliver Hess. Während sie in den vergangenen Jahren gemeinsam das Trikot des HC Erlangen und der Eulen Ludwigshafen getragen haben, stehen sie sich diesmal als Gegner gegenüber, wenn die TSG Haßloch heute, Samstag, 19.30 Uhr (TSG-Sportzentrum), auf den Tabellenfünften TSB Heilbronn-Horkheim trifft.
„Auch wenn sich unsere Wege in Ludwigshafen damals getrennt haben, ist der Kontakt bis heute geblieben“, sagt Djozic. TSG-Trainer Tobias Job muss heute auf Spielmacher Oliver Zeller und Kapitän Kevin Seelos verzichten. Sie haben gemeinsam gute Erinnerungen. Oliver Hess und Denni Djozic haben seinerzeit zur Aufstiegsmannschaft des HC Erlangen gehört, die den Sprung in die Bundesliga geschafft hat. Dann trafen sie sich wieder bei den Eulen in Ludwigshafen, wo sie nach deren Aufstieg den Klassenverbleib schafften. „Aufgrund unserer gemeinsamen Vergangenheit sind wir bis heute noch in einem guten Kontakt. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Oli. Es ist für mich ein besonderes Spiel“, sagt Djozic. Diesmal allerdings „ruht die Freundschaft für 60 Minuten“, meint der Sohn bosnischer Eltern, der in Lingenfeld das Handball-ABC erlernt hat, augenzwinkernd.
Erfahrener Gästekader
Nach der Niederlage vor Wochenfrist brennt die TSG vor heimischer Kulisse auf Wiedergutmachung. „Es wäre schön, wenn wir an die Leistung aus dem Spiel gegen die HG Saarlouis anknüpfen könnten“, sagt Djozic. Der 28 Jahre alte Diplom-Betriebswirt (FH) weiß aber, dass die Partie gegen Heilbronn-Horkheim keine einfache Aufgabe wird. „Da steckt sehr viel Erfahrung im Kader“, weiß der Flügelflitzer. Dennoch sieht Djozic, der nicht nur auf, sondern auch neben dem Spielfeld seine Erfahrung einbringt und sich mit Trainer Tobias Job in taktischen Fragen unterhält, seine Mannschaft keinesfalls chancenlos. „Wir müssen einfach Konstanz beweisen. Das können wir nur, wenn wir konzentriert und diszipliniert ins Spiel gehen“, meint Djozic, der den Ruf als „Wundertüte“ gerne los werden möchte. Dass die Leistungen seiner Mannschaft derzeit schwankend seien, liege daran, dass einige Akteure aus beruflichen wie Verletzungsgründen nicht kontinuierlich im Trainingsbetrieb stünden. „Die Mannschaft hat Qualität. Es sind bei uns einfach Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen“, weiß Djozic.
Der 28 Jahre alte Rechtshänder scheut sich nicht vor Verantwortung. „Deshalb hat man mich auch verpflichtet.“ Dafür hat er einen tiefen Einschnitt in seinem Leben vorgenommen. Er schlug sämtliche Angebote seiner Berater Markus Becker und Sandro Catak aus dem In- und Ausland aus, setzte statt auf den Profisport auf Studium und Beruf. „Sicherlich war der Schritt, in meinem Alter in die Dritte Liga zu wechseln, etwas ungewöhnlich. Aber für mich gibt es auch ein Leben nach dem Profisport“, betont Djozic.
TSG ohne Zeller und Seelos
Da kam das Angebot der TSG zum richtigen Zeitpunkt. Inzwischen ist der Ex-Bundesliga-Profi bei Thor Chemie in Speyer im Vertriebsinnendienst beschäftigt. „Ich fühle mich in Haßloch wohl. Ich wurde dort sehr gut aufgenommen und hoffe, ich kann mit meiner Erfahrung der Mannschaft helfen.“ Das wird notwendig sein, denn Spielmacher Oliver Zeller hat sich von der Mannschaft verabschiedet und ist bereits aus beruflichen Gründen in Australien. Nicht nur ihn wird man gegen Heilbronn-Horkheim vermissen. Auch Kapitän Kevin Seelos wird nach seinem Bänderriss aus der Partie in Pfullingen ausfallen. „Es gibt wegen der aktuellen Tabellensituation und den beiden personellen Ausfällen keine Unruhe. Wenn wir es schaffen, geschlossen aufzutreten, können wir uns gegen jeden Gegner in der Dritten Liga etwas ausrechnen“, sagt Djozic. Er hofft, dass heute die positive Heimbilanz fortgesetzt wird.