Neustadt
Geplante Baustellen: Weitere Spuren für die großen Kreisel und Kreuzungen
Neustadt fiebert der Landesgartenschau 2027 entgegen. Daher wollte die FWG im Frühjahr wissen, welche Baustellen der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in den nächsten Jahren plant. Denn klar sei: Großbaustellen sollen die Gartenschau-Freuden nicht trüben, betonte FWG-Fraktionsvorsitzender Christoph Bachtler jüngst im Bauausschuss. Dort war Martin Schafft zu Gast. Dass er ausführlich über die LBM-Pläne informieren soll, hatte der Stadtrat im April einstimmig beschlossen.
Zusätzliche Spuren
Schafft hatte auch ein ganzes Paket an „größeren Projekten“ dabei, die er vorstellte. Kernbotschaft für die Neustadter Kommunalpolitiker: Der Landesbetrieb hat die Landesgartenschau auf dem Schirm. Das sind die Projekte, die laut Schafft derzeit geplant werden:
- Der Kreisel an der B39 zur Louis-Escande-Straße soll eine zusätzliche Spur bekommen, um dann aus Richtung Autobahn direkt ins Gewerbegebiet fahren zu können. Außerdem soll aus der Stadt raus Richtung Autobahn ein Bypass errichtet werden – ähnlich wie jetzt schon am McDonald’s-Kreisel (Weinstraßenzentrum). Schafft sagt, dass die zusätzlichen Spuren dazu beitragen sollen, dass es dort künftig weniger Staus gibt. Die Bauarbeiten sollen 2025 über die Bühne gehen. Die Kosten liegen laut Schafft bei etwa einer Million Euro; wovon die Stadt 31 Prozent zahlen muss, den Rest finanziert der Bund.
- Die Kreuzung B39/L516/Dr. Siebenpfeiffer-Straße (Richtung Hambach) soll von Speyer kommend eine weitere Rechtsabbiegespur bekommen. Zudem ist eine Linksabbiegespur ins Gewerbegebiet Guckinsland-Süd geplant. Die Trasse für die mögliche Pendlerradroute nach Landau werde bei diesem Projekt ebenfalls mitberücksichtigt. Schafft hofft, dass die Abstimmung zum Projekt 2025 erfolgen und danach gebaut werden kann. Die Kosten liegen bei 1,4 Millionen Euro: Der Bund trägt 57 Prozent, das Land 26 Prozent und die Stadt 17 Prozent.
- Der Kreisel an der B38 zur Branchweilerhofstraße soll erweitert werden um einen Bypass von der Branchweilerhofstraße (K20) in Richtung A65. Zudem ist der Bau eines Mitfahrerparkplatzes vorgesehen. Laut Schafft kann das Projekt „nicht vor 2026“ umgesetzt werden, da „noch einiges planerisch zu machen“ sei. Die Kosten für den Umbau des Kreisels liegen bei einer Million Euro, der Bund trägt davon 56 Prozent, die Stadt 44 Prozent. Beim Mitfahrerparkplatz geht Schafft von 400.000 Euro an Kosten aus. Die Finanzierung müsse noch geklärt werden.
- Die Kreuzung B38/L532 bei Mußbach soll ebenfalls umgestaltet werden. Schafft informierte, dass dort eine Linksabbiegespur in Richtung Autobahn kommen soll. „So wollen wir diese Ecke entschärfen“, sagte Schafft. Allerdings könne dieses Vorhaben nicht vor der Landesgartenschau realisiert werden. Die Kosten liegen bei 500.000 Euro und werden komplett vom Bund getragen.
Radweg wird saniert
Außerdem stehen einige Fahrbahnerneuerungen an, über die Schafft ebenfalls informierte:
- Entlang der B39 wird auf einer Strecke von 1,8 Kilometern der Radweg zwischen der Aumühle und Geinsheim saniert. Kosten: 420.000 Euro. Laut Schafft gibt es dort starke Wurzelschäden. Die Sanierung soll noch in diesem Jahr erfolgen, sagte Schafft.
- Die L516 zwischen Neustadt und Mußbach wird zwischen dem Kreisel und dem Bahnübergang erneuert. Weitere Einzelheiten liegen dazu noch nicht vor.
- Ebenfalls marode ist der vier Kilometer lange Abschnitt der L519 zwischen Mußbach und Meckenheim. Die Sanierung soll rund drei Millionen Euro kosten. Schafft geht von einer Umsetzung nach der Landesgartenschau aus – eventuell im Jahr 2028.
- Auch die L532 zwischen Mußbach und Haßloch wird auf einer Länge von vier Kilometern umfassend saniert. Die Arbeiten sollen 2025 über die Bühne gehen und etwa 1,6 Millionen Euro kosten.
- Für 2026 ist die Sanierung der L515 zwischen Duttweiler und Kirrweiler (2,6 Kilometer) geplant. Die Kosten dafür betragen 520.000 Euro.
- Noch in diesem Jahr soll die K35 bei Geinsheim erneuert werden. Dabei wird auch mit dem Kreis Südliche Weinstraße zusammengearbeitet.