Neustadt Feuerwehr viermal im Einsatz

Raketen über Neustadt, selbst über der Verbotszone Altstadt: das traditionelle Feuerwerk zum Jahreswechsel.
Raketen über Neustadt, selbst über der Verbotszone Altstadt: das traditionelle Feuerwerk zum Jahreswechsel.

Lautstark und feurig wurde in der Silvesternacht auch in Neustadt das neue Jahr begrüßt. Für die Freiwillige Feuerwehr bedeutete das vier Einsätze, während die Polizei zwei Körperverletzungen meldete.

Ein erster handfester Streit wurde der Neustadter Polizei gleich nach Mitternacht mitgeteilt. Ihrem gestrigen Bericht zufolge hatten ein Anwohner und seine Familie auf der Hohenzollernstraße Silvester gefeiert. Als ein 54-jähriger Neustadter dazustieß und das Feuerwerk ebenfalls ansehen wollte, fühlte sich der Anwohner in seiner Privatsphäre verletzt. Daraus entwickelte sich zunächst ein verbaler Streit, der dann eskalierte und für den 54-Jährigen mit einer Platzwunde durch einen Faustschlag auf die Lippe endete. Knapp zwei Stunden später wurde eine Polizeistreife auf den Jahnplatz nach Lachen-Speyerdorf gerufen. Dort waren ein 18-jähriger Neustadter und ein 22-jähriger Mann aus Westheim in heftigen Streit geraten. In dessen Verlauf schlug der Ältere den Jüngeren zunächst ins Gesicht, stieß ihn dann zu Boden und traktierte noch mehrmals seinen Kopf mit Schlägen. Zwei Zeugen konnten ihn von seinem Opfer trennen, woraufhin er flüchtete. Der Name des Mannes ist der Polizei mittlerweile bekannt, die Ermittlungen dauern an. Um 0.42 Uhr am Neujahrstag wurde die Neustadter Feuerwehr für ihren ersten Einsatz 2018 alarmiert. Betroffen war ihren Angaben zufolge der Löschzug Süd, der zu einem Gebüschbrand in der Hambacher Eichstraße gerufen wurde. Silvesterfeuerwerk hatte eine Thuja-Hecke in Brand gesetzt. Anwohner hatten bereits erste Löschversuche unternommen. Knapp 30 Minuten später hatten die Wehrleute die etwa zehn Quadratmeter große Brandfläche mittels eines Schnellangriffs per Tanklöschfahrzeug unter Kontrolle. Wohnhausbrand lautete gegen 1.15 Uhr der Alarm für den Löschzug Lachen-Speyerdorf sowie die Löschgruppen Duttweiler und Geinsheim. Betroffen war ein Anwesen im Schlossgarten in Lachen-Speyerdorf. Indes stellte sich die Lage am Ort als weniger dramatisch heraus, weshalb die Löschgruppen nicht mehr eingreifen mussten und die Alarmfahrt abbrechen konnten. Vor der Garage eines Wohnhauses hatte aus noch unbekannter Ursache eine Mülltonne Feuer gefangen. Wieder half ein Tanklöschfahrzeug, den Brand schnell zu löschen. Die verrauchte Garage wurde belüftet. Beschädigt wurden das Garagentor, die Hauswand und die Mülltonne. Ebenfalls brennender Abfall sorgte dafür, dass gegen 1.37 Uhr die Einheit Stadtmitte (Löschzüge 2 und 3) ausrücken musste. Einsatzort war die Neusatzstraße: Dort hatten sich in einem Unterstand für die nächste Abfuhr bereitgelegte Wertstoffsäcke entzündet. Unter Atemschutz bekamen die Löschzüge das Feuer schnell in den Griff. Auf der Rückfahrt zur Hauptfeuerwache in der Lindenstraße wurden sie noch zu einem Kleinbrand nahe der Eisbahn am Hauptbahnhof gerufen. Beide Feuer führen die Experten nach bisherigem Erkenntnisstand auf Silvesterfeuerwehr zurück.

x